Rhein-Neckar

Warnstreik der Heidelberger Werkstätten

Lebenshilfe Heidelberg

Warnstreik der Heidelberger Werkstätten

Aktuelle Information

  • Warnstreik war ein voller Erfolg!

    Alle Standorte in Heidelberg, Sandhausen, Hockenheim und Aussenarbeitsgruppen blieben geschlossen. Eindrucksvoller Erfolg! Belegschaft forderte die Heidelberger Lebenshilfe auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.


    "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns den Urlaub klaut" skandierten alle kämpferisch gegen die Absenkungswünsche der Lebenshilfe, die u.a. die 6 Urlaubstage des Haus-TV streichen will.
    Verhandlung geht am 1.3.16 weiter.

    Die Arbeitgeberin hat es jetzt in der Hand, auf dem Verhandlungsweg vorwärts zu kommen.

  • Und hier gibt es Fotos:

Erster Warnstreik der Heidelberger Werkstätten am Freitag 26. Februar
12:30 Uhr Streikversammlung in Heidelberg

Die Belegschaft der Heidelberger Werkstätten legt ab 11:45 Uhr die Arbeit an allen Standorten und Aussengruppen nieder, um die Arbeitgeberin nachdrücklich aufzufordern, endlich ein verhandelbares Angebot vorzulegen.


„Die Heidelberger Lebenshilfe will die Lohn- und Arbeitsbedingungen ohne Not absenken und hat noch keinen einzigen Vorschlag gemacht, wie Gesundheitsschutz durch eine Mindestbesetzung geregelt werden kann, das kommt nicht gut an in der Belegschaft“, empört sich Christoph Brezden, Betriebsratsvorsitzender und ver.di-Tarifkommissionsmitglied.

ver.di fordert den von der Arbeitgeberin gekündigten Haustarif-Vertrag wieder in Kraft zu setzen. Dieser erkennt die Regelungen des öffentlichen Dienstes (Sozial- und Erziehungsdienst) an. Außerdem enthält der Haustarif-Vertrag für die Lebenshilfearbeit passgenaue Regelungen. Zum Beispiel wird längere Lebenshilfezugehörigkeit honoriert. Aber diese haustariflichen Leistungen stagnieren seit vielen Jahren. Die Dauer des Urlaubes berücksichtigt die hohe Belastung. Zusätzlich fordert ver.di, im Sinne des Gesundheitsschutzes eine Mindestbesetzung zu regeln.

„Diese kommt auch den behinderten Beschäftigten zu Gute, wir möchten sie gut fördern können“, sagt Juliane Langhans aus dem Förder- und Betreuungsbereich. „Streiken ist für uns kein leichter Weg und hat vorübergehend auch Auswirkungen auf die Menschen mit Behinderung und die Angehörigen. Das tun wir nach nunmehr 4 Verhandlungsrunden ohne verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite,“ lautet die kämpferische Erklärung von Ralph Anders, Gruppenleiter. „Die Belegschaft ist sauer. Die Heidelberger Lebenshilfe hat es in der Hand, auf dem Verhandlungswege vorwärts zu kommen“, sagt Silke Hansen, Verhandlungsführerin von ver.di, „am 2. März gehen die Verhandlungen weiter.“
 
Hintergrund:
Die Arbeitgeberin Lebenshilfe Ortsvereinigung Heidelberg e.V. hat den Haustarifvertrag mit den Heidelberger Werkstätten zum 31.12.2015 gekündigt. Ver.di ist mit eigenen Forderungen in Tarifgespräche eingetreten: Wiederinkraftsetzung des HausTV, Erhöhung von Zulagen, Gesundheitsschutz durch Regelung einer Mindestbesetzung.
Die Heidelberger Lebenshilfe betreibt auch noch Wohnheime und entlastende Dienste und verfügt über eine eigene Stiftung.
 
Die Heidelberger Werkstätten gehören zur Heidelberger Lebenshilfe mit Sitz in der Freiburger Straße. Werkstatt-Standorte: Heidelberg, Freiburger Str.2 , Sandhausen, Industriestr. 21, Hockenheim, Speyerer Str.3
Aussengruppen: Walldorf IKEA und Heidelberger Druck
120 angestellte Beschäftigte in den Heidelberger Werkstätten
Rd. 450 Menschen mit Behinderungen, die in den Werkstätten arbeiten, gefördert, gebildet und betreut werden.

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