Rhein-Neckar

Haus-Tarifverhandlungen gescheitert

Heidelberger Werkstätten

Haus-Tarifverhandlungen gescheitert

Klare Absage der Heidelberger Lebenshilfe

Nach 5 Verhandlungsrunden hat ver.di die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. „Die Lebenshilfe will die wertvolle und langjährige Arbeit mit Menschen mit Behinderung nicht besser bezahlen, ein Ausgleich durch 6 zusätzliche Urlaubstage soll nicht mehr gewährt werden und Gesundheitsschutz und gute Förderung will die Lebenshilfe nicht tariflich als Mindestbesetzung regeln. Das ist eine klare Absage,“ fasst Silke Hansen von ver.di zusammen. ver.di leitet nun die Urabstimmung ein. Der Warnstreik hat zwar endlich Bewegung in das Thema Gesundheitsschutz gebracht, aber das Arbeitgeber-Angebot „bewegt sich auf dem Niveau einer Absichtserklärung, wir wollen tariflichen Schutz – schöne Worte reichen nicht“, sagt Christoph Brezden, Betriebsratsvorsitzender kämpferisch. „6 Tage mehr arbeiten ohne Lohnausgleich, streichen der Zulagen und kein Einstieg in Gesundheitsschutz, den wir bei gestiegenen Anforderungen und zunehmenden Belastungen dringend brauchen: Da fehlt Wertschätzung.“, resümiert Ralph Anders, Gruppenleiter in Heidelberg. „Für gute Förderung brauchen wir gute Bedingungen, dafür stehen wir zusammen,“ sagt Julia Langhans.

  • Hintergrund

    Die Lebenshilfe Ortsvereinigung Heidelberg kündigte den Haus-Tarif der Heidelberger Werkstätten zum 31.12.15, der den TVöD kommunal anwendet und spezifische Regelungen für die Heidelberger Werkstätten enthält, verschiedene Zulagen und Zuwendungen, Treue-Prämie und 6 Tage zusätzlichen Urlaub. Die Kündigung wurde aus wirtschaftlichen Gründen ausgesprochen, eine vorübergehende Notlage / ein Härtefall aber verneint. Deshalb trat ver.di in die Tarifgespräche mit eigenen Forderungen ein:

    • Wiederinkraftsetzung des Haus-Tarif-Vertrages
    • Erhöhung der Zulage im Förderungs- und Betreuungsbereich und der Treueprämie
    • Gesundheitsschutz durch Regelung einer Mindestbesetzung.

    Wegen eines Warnstreiks 26.2.16 waren die drei Standorte in Heidelberg, Sandhausen, Hockenheim und in den Außenstellen geschlossen. Die Beschäftigten forderten die Lebenshilfe auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Am 1.3.16 wurde das fünfte Mal verhandelt, ohne Ergebnis und ohne neuen Termin.

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