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Tarifeinigung bei den Heidelberger Werkstätten der Lebenshilfe …

Heidelberger Werkstätten Lebenshilfe

Tarifeinigung bei den Heidelberger Werkstätten der Lebenshilfe Heidelberg

Streik bei der Lebenshilfe Helmut Roos Streik bei der Lebenshilfe

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Lebenshilfe Heidelberg und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft am 20. Juni 2016 geeinigt. Demnach tritt in den Heidelberger Werkstätten ein Haus-Tarifvertrag ab 1. Januar 2016 in Kraft.  Wie schon in der Vergangenheit wird  der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes angewendet. Die Tarifparteien verständigten sich zudem auf zusätzliche Regelungen in einem „vernünftigen Kompromiss“, so die gemeinsame Bewertung von Silke Hansen, ver.di-Verhandlungsführerin und Thomas Diehl, Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg.

Demzufolge erhalten Beschäftigte, was sie bisher hatten, wenn sie schon bis zum 31. Dezember 2015 beschäftigt waren, denn die bisherigen Regelungen  bleiben für sie unverändert wirksam durch eine Besitzstands- und Vertrauensschutzregelung.

Streik bei der Lebenshilfe Helmut Roos Streik bei der Lebenshilfe

Ab 1. Januar 2016 neu eingestellte Beschäftigte erhalten vom ersten Tag an eine gestaffelte Prämie. Auch beim Urlaub stellen sich neueingestellte Beschäftigte der Heidelberger Werkstätten gut, weil sie gestaffelt 2 zusätzliche Urlaubstage erhalten, den ersten nach 2 Jahren und den zweiten Urlaubstag nach 9 Jahren bei den Heidelberger Werkstätten.

Für alle Beschäftigten gleichermaßen gilt eine innovative Gesundheitsschutzregelung, die in einer Modellphase vom 1. September 2016 bis Ende 2019 mit Leben erfüllt werden soll. Eine paritätisch besetzte betriebliche Kommission entscheidet dann Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, wenn Ereignisse eintreten, die personelle Unterstützung oder Entlastung erforderlich machen, zum Beispiel bei empfindlicher Mehrbelastung oder Abwesenheitszeiten von Personal. Wird das Modell ein Erfolg, wollen die Tarifparteien 2019 über eine Verlängerung verhandeln. Von der Gesundheitsschutzregelung  werden auch positive Auswirkungen auf die Mitarbeitenden mit Behinderung erwartet.

  • Hintergrund

    Der Vereinsvorstand der Lebenshilfe Heidelberg kündigte den Haus-Tarifvertrag mit ver.di für die Beschäftigten der Heidelberger Werkstätten zum 31. Dezember 2015. Im Oktober 2015 begannen Tarifverhandlungen, die nach langen Verhandlungen am 20. Juni 2016 in eine Einigung mündeten. Die Verhandlungen galten zwischenzeitlich als festgefahren. Der Tarifkonflikt hatte sich zeitweise zugespitzt.

    Wir danken den Mitarbeitenden und den Eltern, Angehörigen sowie den Betreuern, die leider den Auswirkungen der konflikthaften Phase der Verhandlungen ausgesetzt waren. Nun gelang der Interessenausgleich.

    Das Einigungspapier wurde am 20. Juni in Sandhausen unterzeichnet. Beide Seiten sind froh, dass weiterer Streik mit der Einigung abgewendet ist.

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