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Für die Patientensicherheit - Warnstreik an Uniklinikum HD vertagt

Tarifrunde Unikliniken

Für die Patientensicherheit - Warnstreik an Uniklinikum HD vertagt

Am Dienstag, 13.März findet ab 14.15 Uhr zum Ende des Frühdiensts trotzdem vor der Verwaltung die Kundgebung zur Aufsichtsratssitzung statt. KOMMT ALLE!

 

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ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - Landesbezirk Baden-Württemberg

Stuttgart, 9. März 2018

Uniklinik Streik in Heidelberg wegen Grippewelle verschoben

ver.di wird den für Montag und Dienstag angekündigten Warnstreik an der Uniklinik Heidelberg um zehn Tage verschieben, auf den 22. und 23. März. Grund ist die Influenza-Epidemie, die sich in den vergangenen Tagen im Rhein-Neckar-Raum nochmals deutlich verschärft hat. Als die Gewerkschaft den Warnstreik am Samstag (3. März) dem Arbeitgeber angezeigt hatte, war die jetzige Überbelegung mit insbesondere älteren Patientinnen und Patienten noch nicht absehbar.

Irene Gölz, ver.di Verhandlungsführerin: „Der Warnstreik sollte den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen und nicht auf Patienten. Wir gingen und gehen weiterhin in höchstem Maße verantwortungsvoll mit dem Mittel Streik in Kliniken um. Dieses Maß an Verantwortung für ihre eigenen Beschäftigten erwarten wir auch von der anderen Seite. Heute Nachmittag haben die Arbeitgeber erneut Gelegenheit, dies zu zeigen.“

Die für Dienstagmittag um 14:15 Uhr geplante Kundgebung vor der Aufsichtsratssitzung im Neuenheimer Feld 672 findet statt.

Siehe auch:
---> Tarifinfo vom 9.3.: Für die Patientensicherheit – Warnstreik vertagt auf Do. 22./ Fr. 23.März!

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Profite pflegen keine Menschen - Aufruf zum Warnstreik am 12./13. März ver.di Profite pflegen keine Menschen - Aufruf zum Warnstreik am 12./13. März

Im Tarifkonflikt an den vier baden-württembergischen Unikliniken für Personal-Mindestbesetzungen und ein Konsequenzenmanagement hat die ver.di- Verhandlungskommission den Verhandlungsstand am 1.März ausführlich bewertet und beschlossen, ab 12. März zu Warnstreiks aufzurufen. Zuerst zweitägig die Beschäftigten am Uniklinikum Heidelberg, am 12. März und am 13. März 2018.

Am 12.März findet ab 14.30 Uhr eine Auftaktkundgebung und Demonstration von der Chirurgischen Klinik des Uniklinikums Heidelberg (Im Neuenheimer Feld 110) zum Universitätsplatz in der Innenstadt statt. Ab ca. 16 Uhr startet dort die Abschlusskundgebung, Hauptredner: ver.di-Landesleiter Martin Gross. Zur Demonstration werden ca. 800-1000 TeilnehmerInnen erwartet.

In der fünften Verhandlungsrunde am 23. Februar 2018 gab es Bewegung auf beiden Seiten. Die Arbeitgeber hatten die Festschreibung von Schichtbesetzungen für zehn bis 20 Pflegebereiche pro Standort angeboten, berechnet nach zwei etablierten Verfahren. Diese oder ähnliche Verfahren werden allerdings bereits an allen Standorten angewandt. Die daraus resultierenden Besetzungen sind in vielen Bereichen nicht ausreichend. Sie führen vor allem dann, wenn sie unterschritten werden, weil es beispielsweise Krankheitsausfälle gibt, zu erheblichen Überlastungen des Pflegepersonals.

Insbesondere dieser zentrale Dissens bleibt: Es gibt bisher kein Angebot dazu, welche Konsequenzen bei Unterschreitung von noch festzulegenden Besetzungen verbindlich ergriffen werden.

ver.di Verhandlungsführerin Irene Gölz: „Schichtbesetzungen, deren Unterschreitung nach dem Willen der Arbeitgeber ohne verpflichtende Konsequenzen bleiben sollen, sind für uns wertlos. Wir haben von unseren Mitgliedern den Auftrag, ihren Gesundheitsschutz zu sichern. Da reicht uns eine Selbstverpflichtung, dass irgendetwas gemacht wird, nicht aus.“

„Das Ringen um eine Entlastung des Personals an den Unikliniken dauert jetzt bald ein dreiviertel Jahr. Ohne deutlich mehr Druck scheint eine Lösung nicht erreichbar zu sein.“

Monika Neuner, ver.di Rhein-Neckar

ver.di bereitet nun Warnstreiks an allen vier Standorten vor. In dieser dritten Streikrunde sind zweitägige Arbeitsniederlegungen geplant. Selbstverständlich wird die Notversorgung über die zwischen ver.di und den Unikliniken abgeschlossenen Notdienstvereinbarungen gesichert.

Die Tarifverhandlungen zu Personal-Mindestbesetzungen und einem Konsequenzenmanagement an den vier Unikliniken in Baden-Württemberg waren am 23. Februar in fünfter Runde ohne Ergebnis beendet worden. Am 12. März wird es ein Gespräch in kleiner Runde geben.

Für die vier baden-württembergischen Uniklinika in Ulm, Tübingen, Heidelberg und Freiburg gilt ein eigener Tarifvertrag mit dem Arbeitgeberverband Uniklinika, von dem rund 27.000 Beschäftigten an den vier Kliniken betroffen sind. Die Ärzte fallen unter den TV Ärzte, das wissenschaftliche Personal als Landesbeschäftigte unter die Tarifbestimmungen des Landes.