Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

ver.di ruft zum zunächst 1-tägigen Streik am 26.4.auf

Heidelberger Werkstätten

ver.di ruft zum zunächst 1-tägigen Streik am 26.4.auf

Warnstreik am 27.2.2016 zg Warnstreik am 27.2.2016

Nach dem positiv verlaufenen Spitzengespräch am 18. April 2016 kam die Lebenshilfe zum Verhandlungstermin am Folgetag ohne ein neues Angebot. Zu wesentlichen Punkten und Zwischenständen äußerte sich die Lebenshilfe nicht. Es hieß, der Aufsichtsrat habe kein Mandat dazu erteilt.

„Keine Hausaufgaben gemacht, wenn vorher sondiert wird, an welchen Punkten angeknüpft werden kann“, konstatiert Silke Hansen, ver.di-Verhandlungsführung. Tatsächlich fiel die Lebenshilfe dadurch hinter den Verhandlungsstand vom 14.12.15 zurück. Den vereinbarten Forstsetzungstermin am 21. April nahm die Arbeitgeberseite nicht wahr. Dass in einem offenen Brief nun erwartet wird, über genau die Themen zu verhandeln, die schon auf der Tagesordnung des 21.4. standen, zeigt, wie weit derzeit Worte und Handeln der Lebenshilfe auseinander liegen. Die Lebenshilfe vergab damit die Chance, eine Lösung auf dem Verhandlungswege zu erreichen und den vorangekündigten Streik am 26.4.16 abzuwenden.

Dadurch tritt in den Hintergrund, dass am 19. April, wie immer in freundlicher Atmosphäre, gemeinsam die Idee der Lebenshilfe zu einer sog. Minimalbesetzung erörtert wurde. „Es blieb unklar, wie, wann welcher Gesundheitsschutz für uns Arbeitnehmer daraus erwächst“, bewertet Norbert Platte, Gruppenleiter und Mitglied der Verhandlungskommission enttäuscht den unfertigen Lebenshilfe-Vorschlag. „Wir wollen unseren Reha-Auftrag unter guten Bedingungen durchführen können. Dafür streiken wir gemeinsam und entschlossen“, sagte Helmut Boos, vom Betriebsrat und von der Tarifkommission kämpferisch, „Eltern und Angehörige bitten wir um Verständnis, wenn wir uns nun für unsere berechtigten Forderungen einsetzen.“

  • Hintergrund

    Die Lebenshilfe Ortsvereinigung Heidelberg kündigte den Haus-Tarif der Heidelberger Werkstätten zum 31.12.15, der den TVöD kommunal anwendet und spezifische Regelungen für die Heidelberger Werkstätten enthält, verschiedene Zulagen und Zuwendungen, Treue-Prämie und 6 Tage zusätzlichen Urlaub. Die Kündigung wurde aus wirtschaftlichen Gründen ausgesprochen, eine vorübergehende Notlage / ein Härtefall aber verneint. Deshalb trat ver.di in die Tarifgespräche mit eigenen Forderungen ein:

    • Wiederinkraftsetzung des Haus-Tarif-Vertrages
    • Erhöhung der Zulage im Förderungs- und Betreuungsbereich und der Treueprämie
    • Gesundheitsschutz durch Regelung einer Mindestbesetzung.

    Wegen eines Warnstreiks 26.2.16 waren die drei Standorte in Heidelberg, Sandhausen, Hockenheim und in den Außenstellen geschlossen. Die Beschäftigten forderten die Lebenshilfe auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Am 1.3.16 wurde das fünfte Mal verhandelt, ohne Ergebnis und ohne neuen Termin.

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