Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Posaunen von Jericho lassen die Mauern einstürzen!

Diakonie

Posaunen von Jericho

Posaunen von Jericho verdi Posaunen von Jericho

Diakoniebeschäftigte aus Baden und der Pfalz machen auf ihre Arbeitsbedingungen aufmerksam


(13.5.2013) Engel begrüßten die Besucher des Festgottesdienstes am Sonntag an der Heiliggeistkirche anlässlich der 450-Jahr-Feier Heidelberger Katechismus.
Mit der Metapher und den Klängen der Posaunen von Jericho und dem Bibelwort aus Josua 6/1 "So werden in der Stadt  die Mauern stürzen" machten Beschäftigte aus verschiedenen kirchlich - diakonischen Einrichtungen aus Baden und aus der Pfalz die Kirchgänger und Kirchenverantwortlichen auf ihre Forderungen nach mehr Demokratie in der Diakonie und gleiches Arbeitsrecht aufmerksam.  Die Forderungen umfassen die Verhandlung von Tarifverträgen, die Verbesserung des Mitbestimmungsrechts der Mitarbeitervertretungen, gleiches Arbeitsrecht für alle und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Bedroht vom Arbeitsplatzabbau sind die Beschäftigten des Diakonischen Werks der Pfalz, das Beratungsstellen streichen will. Von besonderer Ungleichheit der Entlohnung innerhalb der Konzerneinrichtungen in Heidelberg sind besonders die Beschäftigten von Agaplesion betroffen (Bethanien Krankenhaus, Seniorenheime Lindenhof und Maria von Graimberg); die Beschäftigten der evangelischen Stadtmission Heidelberg fordern Tarifvertragsverhandlungen und das evangelische Sozialwerk Müllheim braucht dringend bessere Arbeitsbedingungen und mehr Demokratie.
Silke Hansen, zuständige ver.di-Sekretärin in Heidelberg: „Von den kirchlichen und diakonischen Managern wird entgegen den eigenen Unternehmensleitbildern im Kern nur betriebswirtschaftlich argumentiert. Erst wenn der Fachkräftemangel droht – im Krankenhaus oder in der Altenhilfe -, wird über mehr Anerkennung der Pflege gesprochen. Doch Taten folgen bislang noch nicht. Die Evangelische Stadtmission z.B. lehnt aktuell noch die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab.
Aber ist es nicht auch eine Frage des Glaubens, dass in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen Gerechtigkeit, Fairness und Demokratie gelten?“
Die Mauern, so wünschen alle, sollen stürzen.

Kontakt:
Silke Hansen, Gewerkschaftssekretärin
Tel (06221) 5360-36

Fax (01805) 837343 29540 Mail: silke.hansen@verdi.de

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