Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung

Warnstreiks bei der Post auch im Bezirk Rhein-Neckar

Tarifrunde Deutsche Post AG

Warnstreiks bei der Post auch im Bezirk Rhein-Neckar

Teaser Warnstreik Post Foto: Helmut.Roos@web.de Warnstreik Post

Der Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Deutschen Post AG nimmt an Schärfe zu. Heute bestreikt ver.di Teile der Brief- und Verbundzustellung (Verbund ist Kombizustellung von Briefen und Paketen) in den Regionen Karlsruhe, Pforzheim, Mannheim, Heidelberg, Offenburg und Freiburg. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass heute in diesen Regionen Brief- und Paketsendungen ihre Empfänger teilweise nicht erreichen.

Um zehn Uhr findet im Bürgerzentrum Südstadt Karlsruhe eine Streikversammlung mit rund 500 Streikenden statt, bei der auch ver.di Landesbezirksleiter Martin Gross sprechen wird.

Nachdem auch in der dritten Verhandlungsrunde für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG kein Durchbruch erzielt werden konnte, will ver.di mit den Warnstreiks den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Die Post will bisher für 2018 noch nicht einmal eine lineare Erhöhung vereinbaren.

„Das werden unsere Mitglieder nicht hinnehmen. Die Deutsche Post AG steht wirtschaftlich blendend da. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Erfolg mit den Beschäftigten zu teilen“, so der baden-württembergische ver.di Landesfachbereichsleiter Arnold Püschel.

ver.di fordert eine lineare Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Überdies soll eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit geschaffen werden, wonach der einzelne Beschäftigte einen Teil der zu vereinbarenden Tariferhöhung in freie Zeit umwandeln kann. Das bislang einmal jährlich aufgrund einer Leistungsbeurteilung gezahlte variable Entgelt will ver.di durch einen festen monatlichen Betrag ablösen. Zudem soll für die rund 32.000 Beamtinnen und Beamten des Unternehmens die so genannte Postzulage fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzahlung für Bundesbeamte.

Die vierte Verhandlungsrunde ist am 26. und 27. Februar in Bonn.