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OB Kurz fordert Verantwortungsbewusstsein der Mann Mobilia Geschäftsführung

Skandal bei XXXL

OB Kurz fordert Verantwortungsbewusstsein der Mann Mobilia Geschäftsführung

OB Dr. Kurz im Gespräch mit Betriebsräten von Mann Mobilia Stadt Mannheim OB Dr. Kurz im Gespräch mit Betriebsräten von Mann Mobilia  – Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (rechts) traf sich mit Thomas Becker, Betriebsratsvorsitzender von Mann Mobilia (3. von rechts) und weiteren Betriebsräten sowie mit Gewerkschaftssektretär Stephan Weis-Will von der Gewerkschaft ver.di (2. von rechts), um sich über die Entwicklungen am Standort zu informieren.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hat in einem gemeinsam mit Bürgermeister Michael Grötsch verfassten Brief an die Geschäftsleitung der Mann Mobilia Gruppe das Unternehmen aufgefordert, seiner sozialen Verantwortung als Arbeitgeber gerecht zu werden.
Er erinnert in seinem Schreiben explizit an die Unternehmensphilosophie der XXXL-Lutz-Gruppe. Dort heißt es nämlich: „Die rund 19.000 Mitarbeiterinnen sind die tragenden Säulen des Unternehmens…. Deshalb begegnet die XXXL-Lutz-Gruppe jedem einzelnen mit Respekt und Loyalität und ist als Arbeitgeber ein zuverlässiger und verantwortungsvoller Partner.“
Die Vorgehensweise bei der Umsetzung von Umstrukturierungsmaßnahmen widerspreche ganz offensichtlich der eigenen Unternehmensphilosophie und all dem, was einen zuverlässigen und verantwortungsvollen Arbeitgeber auszeichnet, mahnt der OB in seinem Schreiben.
Und weiter heißt es: Wir wenden uns an Sie, auch aus der Warte einer Stadtverwaltung, die Ihr Unternehmen bei der Entwicklung am Standort Mannheim unter anderem planungsrechtlich stets kooperativ und fördernd begleitet hat. In dieser Rolle sind wir es gewohnt, dass Umstrukturierungsmaßnahmen eines solchen Ausmaßes im Vorfeld signalisiert und erläutert werden. Wir bitten Sie in diesem Sinne das Vorgehen Ihres Hauses zu überprüfen, insbesondere, da es Ihren eigenen Unternehmensleitlinien widerspricht“.
Der Oberbürgermeister traf sich zudem mit Vertretern des Betriebsrates und er Gewerkschaft ver.di, um sich über die Entwicklungen am Standort zu informieren.
Der Brief im Wortlaut:
„Die Vorgehensweise der XXXL-Möbelgruppe bei den geplanten Umstrukturierungen im Möbel Mann-Zentrallager hat in unserer Region Empörung ausgelöst. Auch uns überrascht und irritiert das Vorgehen des Unternehmens gegenüber den großenteils langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier am Standort Mannheim. Dieses Vorgehen ist am Wirtschaftsstandort Mannheim, der durch viele global player geprägt ist, die sich in einem extrem harten weltweiten Wettbewerb behaupten müssen, ein bisher einmaliger Vorgang
Wir wenden uns an Sie, auch aus der Warte einer Stadtverwaltung, die Ihr Unternehmen bei der Entwicklung am Standort Mannheim unter anderem planungsrechtlich stets kooperativ und fördernd begleitet hat. In dieser Rolle sind wir es gewohnt, dass Umstrukturierungsmaßnahmen eines solchen Ausmaßes im Vorfeld signalisiert und erläutert werden. Wir bitten Sie in diesem Sinne das Vorgehen Ihres Hauses zu überprüfen, insbesondere, da es Ihren eigenen Unternehmensleitlinien widerspricht.
Auf Ihrer Homepage steht zur Unternehmensphilosophie der XXXL-Lutz-Gruppe:
„… Die rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die tragenden Säulen des Unternehmens….
Deshalb begegnet die XXXL-Lutz-Gruppe jedem einzelnen mit Respekt und Loyalität und ist als Arbeitgeber ein zuverlässiger und verantwortungsvoller Partner.“
In diesem Sinne bitten wir Sie, Gespräche und Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretung und Gewerkschaft zu führen und den betroffenen MitarbeiterInnen und deren Familien eine realistische Zukunftsperspektive zu eröffnen.“

Quelle: Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

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