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Uniklinika: Tarifvertrag erreicht

Uniklinika: Tarifvertrag erreicht

(Stuttgart, 20. Juni 2013) Am Nachmittag hat ver.di für die rund 24.000 Beschäftigten der vier baden-württembergischen Unikliniken einen innovativen Tarifvertrag zu Langzeitkonten und alternsgerechter Arbeitszeitgestaltung abgeschlossen. Möglich wurde der Durchbruch bei den Verhandlungen erst durch die Androhung einer Urabstimmung und unbefristeter Streiks begleitet von einer Protestaktion am Mittag vor dem Verhandlungslokal (siehe Bildergalerie weiter unten). Die Tarifkommission hat dem Ergebnis bei einer Enthaltung zugestimmt. Die Vereinbarung gilt an den vier Standorten Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm.
 
Günter Busch, ver.di Verhandlungsführer: „ver.di hofft, dass nach diesem Tarifabschluss die Überlegungen der Arbeitgeber aus dem Tarifvertrag für die Unikliniken auszusteigen, nicht mehr weiter verfolgt werden.“
 
Die Arbeitgeber waren heute überraschend bereit für den Demografiefonds eine Anschubfinanzierung in Höhe von 3,75 Millionen Euro zu vereinbaren. Das gibt allen Beschäftigten vor einer Inanspruchnahme der Rente die Möglichkeit, längere Zeiträume zusätzlich freizunehmen.
Busch: „Dies ist insbesondere für diejenigen Beschäftigten mit hohen Arbeitsbelastungen ein wichtiger Baustein für ein alternsgerechtes Arbeiten.“ Darüber hinaus besteht die Möglichkeit über Langzeitkonten, arbeitsfreie Zeiten für persönliche Belange wie Kinderbetreuung, Pflege oder auch Sabbatjahre zu nehmen.

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