Aktuelles & Konflikte

Ferien nach der Flucht

Abschlussbericht

Ferien nach der Flucht

  • Der Abschlussbericht

    Im NFH Elmstein im Pfälzerwald

    Im August/September 2016 „Ferienwochen nach der Flucht“

    Eine Spendenaktion, die von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern im Rhein-Neckar-Raum (=Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen) initiiert wurde, ermöglichte im Sommer 80 aus den Kriegs- und Hungergebieten Asiens und Afrikas Geflüchteten je eine Woche Erholung im NFH Elmstein/Pfalz. Kinder mit ihren Eltern sowie unbegleitete Jugendliche konnten nach all den Strapazen der Flucht die Ruhe und Sicherheit der Pfälzer Landschaft mit ihren Wäldern und Tälern genießen.

    Gestartet wurde die Spendenaktion mit einem einfachen Aufruf auf den 1.Mai-Kundgebungen des DGB in MA, HD und LU. Die Resonanz war überwältigend, was sich dann auch in Spendenfreude fortsetzte. Die Botschaften des Aufrufs: „Wir ermöglichen eine Woche Ferien für geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern…Wir brauchen ca. 150€ für eine Person. Für vier Ferienwochen müssten wir ca. 10.000€ sammeln….Dabei denken wir an Sammlungen durch Betriebsräte und Gewerkschaften und deren Mitglieder in Betrieben sowie im privaten Bereich wie Familie, Freunde, Initiativen, Vereine…Das NFH Elmstein bietet …viele Möglichkeiten…Bei der Realisierung der Ferienwochen arbeiten wir mit Menschen und Organisationen zusammen, die schon in der Unterstützung und Betreuung von Flüchtlingen aktiv sind.“ Ein Beirat aus hier bekannten GewerkschafterInnen garantierte, dass die Gelder „nur zur Finanzierung der Ferienwochen verwendet“ werden. Die Sammlungen erbrachten ca. 13.000€. Jeder Betrag war willkommen. Die 5€ einer Rentnerin und die 150€ von einer ver.di-Seniorengruppe genauso wie die 1.000€ der Initiative Max-Joseph-Straßenfest in der Mannemer Neckarstadt oder die ca. 1.500€ als Sammlung/Geschenke einer Geburtstagsfeier.

    Das NFH Elmstein wurde bewusst als Partner für „Ferien nach der Flucht“ gewählt. Zum Einen kennen wir dieses ganztägig bewirtschaftete, in einer Stunde mit S-Bahn und Bus von HD-MA-LU gut erreichbare NFH mit seinen Beschäftigten und Aktiven von dort veranstalteten Seminaren und Tagungen, zum Anderen bietet es mit seiner Lage direkt am Wald viele Freizeit- und Spielmöglichkeiten. Es ist idealer Ausgangspunkt für (Nacht-)Wanderungen zu kulturell, wirtschaftlich und sozial interessanten Orten. Für Spiele, Lagerfeuer und Grillfeste spielten das Wetter, die Geflüchteten und die Beschäftigten mit. Da die meisten Geflüchteten Muslime waren, erforderte dies eine Erweiterung der Speisepläne. Die typisch Pfälzer (Schweine-)Spezialitäten wie Bratwürste, Leberknödel, Saumagen wurden ergänzt bzw. ersetzt durch z.B. Geflügel. Kulinarische „Probleme“ wurden –auch unter Beteiligung von Geflüchteten- zur Zufriedenheit aller ebenso ohne Komplikationen gelöst wie fehlende Sprachkenntnisse. Geflüchtete Kinder – oft erst seit wenigen Wochen in HD, LU, MA und drumrum- waren die gefragtesten Dolmetscher, nicht nur für ihre Eltern.

    Unsere drei Partner-Organisationen, die für die Geflüchteten während der Ferienwochen mit ihren Angestellten verantwortlich dabei waren, bedankten sich bei uns, den vielen SpenderInnen und den NFH-Beschäftigten auch im Namen der Geflüchteten für die Gastfreundschaft.

    Inzwischen werden wir als Organisatoren dieses Projektes vermehrt gefragt, ob es auch für 2017 geplant wird. Unsere Antwort: „Nein. Wir wünschen uns an vielen Orten Nachahmer! Die können wir mit unseren Erfahrungen unterstützen! Die Naturfreundehäuser sind ideal für Solidarität! Und die Pensionskosten sind günstig und bezahlbar.“

    anton kobel/ver.di Rhein-Neckar

  • Der Spendenaufruf vom 1. Mai 2016

    Aktion von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern im Rhein-Neckar-Raum

    Ziel: Wir ermöglichen eine Woche Ferien im Sommer für geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern im Naturfreundehaus Elmstein/Pfalz. Viele Kinder durchlebten die Flucht mit einem Elternteil, oft alleinerziehende Mütter. Einige ältere Kinder und Jugendliche kamen bei uns alleine an.

     Finanzbedarf: Wir brauchen für eine Ferienwoche an der ca. 15 Menschen teilnehmen ca. 2.500 €, d.h. ca. 150 € für eine Person. Für vier Ferienwochen müssten wir ca. 10.000 € sammeln.

    Finanzierung: Diese Ferienwoche wollen wir durch Spenden und Sammlungen finanzieren. Dabei denken wir an Sammlungen durch Betriebsräte und Gewerkschaften sowie deren Mitglieder in Betrieben sowie im privaten Bereich wie Familie, Freunde, Vereine. Wir konzentrieren uns hierbei auf den Raum MA-HD-LU/Metropolregion.

    Möglichkeiten zur Solidarität: Einzelpersonen, Betriebsräte, Belegschaften und Gruppen könnten Patenschaften übernehmen; d.h. sie könnten sich vornehmen eine Ferienwoche für eine, zwei oder mehrere Menschen zu finanzieren oder je nach Möglichkeit – z.B. in Großbetrieben - sogar eine komplette Woche.

    NFH Elmstein hf NFH Elmstein

    Aktivitäten in einer Ferienwoche: Das NFH Elmstein/Pfalz (www.Naturfreundehaus-Elmstein.de) bietet mit seiner Lage direkt am Wald viele Möglichkeiten zur Gestaltung von Freizeit und ggf. Sprachunterricht. UnterstützerInnen und Vorschläge sind willkommen.

    Zusammenarbeit: Bei der Realisierung der Ferienwochen arbeiten wir mit Menschen und Organisationen zusammen, die schon in der Unterstützung und Betreuung von Flüchtlingen aktiv sind. Hierzu gehören Caritas, Diakonie, DRK und Erziehungshilfe.

    Verwendung der gesammelten Gelder: Diese Gelder werden beim NFH Elmstein (Konto: DE 07 5455 0010 0000 0035 66 bei Sparkasse Vorderpfalz) verwaltet und werden nur zur Finanzierung der Ferienwochen verwendet. Dies garantiert ein Beirat, dem bekannte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter angehören.

    Beirat: Dem Beirat gehören an Katja Udluft (ver.di Geschäftsführerin), Lars-Christian Treusch (Regionsgeschäftsführer DGB Bezirk Nordbaden), Sabine Jakoby (BR Kaufhof MA + FB-Vorsitzende Handel), Anton Kobel (HD, ver.di), Mia Lindemann (HD, ver.di + DGB-KV), Sabine Möller (MA, ver.di), Stephan Weis-Will (MA, ver.di), Klaus Schwarz (LU, ver.di).

    Wer kann sammeln? Wir ermuntern jedermann und jedefrau nach seinen Möglichkeiten Geld für dieses Projekt „Ferien nach der Flucht“ zu sammeln; dafür kann dieser Aufruf gerne verändert werden. Wichtig bleibt das Ziel!

    Kontakt und Fragen: Anton Kobel, Leimer Straße 20, 69126 Heidelberg, E-Mail: akobel@posteo.de, Tel.: 06221/4337373