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Streik beim Wasser- und Schifffahrtsamt

Streik beim Wasser- und Schifffahrtsamt

Streik beim WSA ver.di Rhein-Neckar Streik beim WSA
Streik beim WSA ver.di Rhein-Neckar Streik beim WSA

Pressemitteilung vom 09.09.2013:

Streik bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung – eingeschränkter Schiffsverkehr am Neckar

Der Neckar zwischen Plochingen und Feudenheim bei Mannheim ist seit dem frühen Morgen nur eingeschränkt befahrbar. Mit der Entscheidung für einen Notbetrieb an den Schleusen im Bereich des WSA Heidelberg wollten die Streikenden heute Morgen ein klares Signal senden, dass sie nicht gegen die Reeder und Schiffskapitäne streiken, sondern für eine Absicherung der Beschäftigten. ver.di hat bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Baden-Württemberg heute zum Streik aufgerufen. Landesweit sind rund 120 Beschäftigte im Ausstand. In Heidelberg waren 70 Streikende bei einer Versammlung an der Schleuse. Dort informierte ver.di die Beschäftigten über den Stand der Gespräche.

„Die Beschäftigten bei den Wasser- und Schifffahrtsämtern haben Sorge vor einem zweiten ´Mainzer Hauptbahnhof´-Debakel. Gut funktionierende Wasserstraßen brauchen ausreichend Personal. Und dafür kämpfen die Beschäftigten. Es ist ein guter Schritt nach vorne, dass wieder Gespräche stattfinden, deshalb werden wir den Streik auch ab heute Nacht unterbrechen. Aber wir werden das Angebot sehr genau prüfen“, so die zuständige Gewerkschaftssekretärin Annelie Schwaderer. 

Pressemitteilung vom 06.09.2013

Der Streik in den Wasser- und Schifffahrtsämtern geht weiter, so auch in Rhein-Neckar. „Wir haben die Beschäftigten des WSA Heidelberg ab der Frühschicht am Montag in den Streik gerufen!“, so die zuständige Gewerkschaftssekretärin Annelie Schwaderer von ver.di Rhein-Neckar. Grund hierfür ist die Verweigerungshaltung der  Bundesregierung, eine rechtsverbindliche Zusage zur Absicherung der Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu geben. Markus Kling von ver.di Baden-Württemberg: „Wir hatten gehofft, dass das Ministerium die Sommerpause zum Nachdenken und Einlenken nutzt. Das war nicht der Fall. Offenkundig ist noch mehr Druck nötig. Den gibt es ab Montag.“ Die Bundesregierung könne die erheblichen Folgen der Streiks für die Nutzer der Wasserstraßen aber jederzeit verhindern, so Kling weiter.

Mit Behinderungen ist insbesondere an zahlreichen Schleusen des Neckars zu rechnen. Am Montagvormittag findet die Streikauftaktkundgebung für Rhein-Neckar an der Schleuse in Heidelberg statt (Kontakt: Annelie Schwaderer 0151 61372880). Die Streiks sollen die gesamte kommende Woche fortgesetzt werden, am Mittwoch findet ebenfalls an der Schleuse Heidelberg eine landesweite Aktion der Streikenden statt.

Hintergrund: Die Beschäftigten kämpfen um einen Schutz vor den Folgen des Umbaus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Nach den Plänen des Bundes ist von 12.000 Stellen mittelfristig ein Viertel von Abbau bedroht. In Baden-Württemberg sind rund 1.400 Beschäftigte von der Reform betroffen.

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