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Warnstreik am PZN Wiesloch

Tarifrunde Länder

Warnstreik am PZN Wiesloch

4. März 2015

Beschäftigte des Psychiatrischen Zentrums Wiesloch im eintägigen Warnstreik

Pflegekräfte, Therapeuten und Beschäftigte aus technischen und Verwaltungsbereichen streiken für mehr Geld und eine Eindämmung der befristeten Arbeitsverträge. Als Länderbeschäftigte fühlen sie sich richtig provoziert vom öffentlichen Arbeitgeberverband TdL (Tarifgemeinschaft der Länder), weil der massive Eingriffe bei der Altersversorgung verlangt, bevor überhaupt über die Lohnrunde gesprochen wird.

Am Streiklokal im Pfarramt ist der Treffpunkt. Auch diejenigen, die heute für die Sicherstellung der Patienten- und Notfallversorgung, sowie in Bereitschaft sind für technische Absicherung im PZN bleiben, kommen noch am Streiklokal vorbei. 2 Busse fahren vom PZN zur Kundgebung nach Heidelberg auf dem Universitätsplatz, wo sich alle Länderbeschäftigten in Rhein-Neckar treffen, um Ihrem Ärger Luft zu machen. „Das war immer das Versprechen, dass es uns zumindest immer Alter nicht so schlecht geht. Im Öffentlichen Dienst arbeiten wir hochbelastet, verdienen nicht entsprechend und jetzt soll auch noch in die betriebliche Zusatzrente VBL eingegriffen werden. Was denn noch?!,“ sagt Petra Hessenauer, stellvertretende Personalratsvorsitzende und örtliche ver.di-Streikleitung.

ver.di hat die Beschäftigten des PZN zum Warnstreik am 4.3.2015 aufgerufen, um den gut begründeten Forderungen Nachdruck zu verleihen:

  • deutliche Einkommensverbesserung: 5,5% mindestens aber 175€, Azubis 100€ mehr
  • Übernahme von Auszubildenden
  • Eindämmung sachgrundloser Befristungen
  • Korrektur: Psychiatrieurlaubtag nicht Anrechnen auf Höchsturlaub