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Konflikt Reich gegen Arm bestätigt sich

Konflikt Reich gegen Arm bestätigt sich

Der Entwurf für den vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung bestätigt die Linie und die Forderungen von ver.di, stellt der ver.di Landesbezirksvorstand Baden-Württemberg auf seiner Klausur in Untersteinbach heute fest.

Wenn zehn Prozent der Bevölkerung über die Hälfte des Privatvermögens halten, dieser Anteil in den letzten Jahren nochmals gewachsen ist und die Vermögen sich insgesamt in den letzten zwanzig Jahren auf 10 Billionen Euro verdoppelt haben, ist die Forderung nach einer Millionärssteuer und einer einmaligen Vermögensabgabe selbsterklärend.

Der Staat wird kaputtgespart, ganz oben weiß man nicht wohin mit dem Geld. Wir haben keinen Konflikt Jung gegen Alt, keinen Konflikt Beamte gegen Arbeitnehmer, keinen Konflikt Griechen gegen Deutsche, der einzige Konflikt den wir haben ist ein Konflikt Reich gegen Arm. Dieser Konflikt muss bei jeder Debatte aufgerufen werden. Das betrifft auch die aktuellen Einsparvorstellungen der baden-württembergischen Landesregierung.

Gitta Süß-Slania, Vorsitzende des ver.di Landesbezirksvorstandes: „Wenn ein reiches Land wie Baden-Württemberg an die Besoldung seiner Beamten geht, stimmt etwas ganz grundsätzliches nicht mit der Geldverteilung bei uns.“

 

Artikel im Mannheimer Morgen vom 27.09.12

Hopp für Reichensteuer

Walldorf. Der Mäzen und SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp hat sich für die Einführung einer Reichensteuer ausgesprochen. "Ich meine, dass man für alles, was über 400 000 oder 500 000 Euro pro Jahr hinausgeht, einen Spitzensteuersatz von 60 Prozent erheben könnte", sagte der Multimilliardär der "Zeit". "Das geht dann vom Gewinn weg, nicht aber von der Substanz." Hopp ist allerdings gegen eine Zwangsabgabe auf Vermögen von zehn Prozent. Dadurch werde der Mittelstand ganz empfindlich getroffen. lsw