Tarifrunde Einzelhandel 2017

Streiks werden ausgeweitet

Tarifrunde Einzelhandel

Streiks werden ausgeweitet

Gering verbessertes Angebot stößt auf Ablehnung

ver.di bestreikt heute, am Samstag, den 3. Juni 2017, folgende 10 Einzelhandelsbetriebe:

  • Mannheim: Kaufhof Mannheim P 1, Kaufhof Mannheim N 7, H+ M Mannheim O 7, H + M E 1, Kaufland Mannheim
  • Heidelberg: Kaufhof Hauptstraße, Kaufhof Bismarckplatz, H + M Hauptstraße, Esprit Hauptstraße.
    Walldorf: Ikea Walldorf

In der dritten Verhandlungsrunde im Einzelhandel Baden-Württemberg am 31. Mai 2017 legten die Arbeitgeber nur ein gering verbessertes Angebot vor.
 Es sieht über eine Laufzeit von 24 Monaten folgende
Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen vor:
- ab 1. Juni 2017 um 1,5 % (nach zwei Nullmonaten) - ab 1. April 2018 um weitere 1,0 %.
Zusätzlich haben sie Einmalzahlungen (nicht tabellenwirksam) in Höhe von 150 € pro Jahr angeboten.

Auch das gering verbesserte Angebot stößt in den Betrieben auf große Ablehnung und erzeugt Empörung. Es liegt weit unter den zu erwartenden Preissteigerungsraten und bedeutet Reallohnverlust für die Beschäftigten.

ver.di-Gewerkschaftssekretärin Sabine Möller:
„Wir haben die Streiks in der Region auf 10 Betriebe ausgeweitet da auch die 3. Verhandlungsrunde keinen Durchbruch gebracht hat. Das Angebot liegt unterhalb der Preissteigerungsrate und wäre für die Beschäftigten ein Minusgeschäft. Die Streikenden versammeln sich am Vormittag vor ihren Betrieben.

Kaufland Mannheim zg Auch bei Kaufland in Mannheim wurde gestreikt
  • ver.di hat den Tarifvertrag über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen zum 31. März 2017 gekündigt und fordert für die rund 490.000 Einzelhandelsbeschäftigten im Land:

    • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6 %
    • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 €
    • Tarifliches Mindesteinkommen von 1.900 €
    • Laufzeit: 12 Monate

    Zudem wird an die Arbeitgeberseite die Forderung gerichtet, gemeinsam die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklären zu lassen – wie es bis zum Jahr 2000 üblich war –, um gegen Lohndumping im Einzelhandel vorzugehen.

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