Tarifrunde Einzelhandel 2017

Erster Streiktag im Kurpfälzer Einzelhandel

Tarifrunde Einzelhandel

Erster Streiktag im Kurpfälzer Einzelhandel

Reaktion auf völlig unzuereichendes Angebot der Arbeitgeber

ver.di Rhein-Neckar bestreikt heute, Samstag, 27. Mai 2017, folgende 8 Einzelhandelsbetriebe:

  • Mannheim: Kaufhof Mannheim P 1, Kaufhof Mannheim N 7, H+ M Mannheim O 7, H + M E 1,Kaufland Mannheim
  • Heidelberg: Kaufhof Hauptstraße, Kaufhof Bismarckplatz, H + M Hauptstraße

In der zweiten Verhandlungsrunde im Einzelhandel Baden-Württemberg am 2. Mai 2017 legten die Arbeitgeber ein viel zu niedriges Angebot vor.
 Das vorgelegte Angebot sieht über eine Laufzeit von 24 Monaten folgende Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen vor:

  • ab 1. Juni 2017 um 1,5 % (nach zwei Nullmonaten)
  • ab 1. April 2018 um weitere 1,0 %.

Das bisherige Angebot wurde von ver.di als völlig unzureichend kritisiert. In den Betrieben stößt das Angebot auf großen Unmut. Es liegt weit unter den zu erwartenden Preissteigerungsraten und bedeutet Reallohnverlust für die Beschäftigten.

Die Streikenden versammelten sich am Vormittag vor ihren Betrieben.

Dritter Verhandlungstermin: Mittwoch, 31. Mai 2017

Sabine Möller, verdi Rhein-Neckar: „Mit unseren beginnenden Aktionen diesen Samstag wollen wir Druck für die kommende dritte Verhandlungsrunde am 31. Mai 2017 aufbauen.
 Wertschätzung der Leistungen, die die Beschäftigten täglich erbringen, sieht anders aus ! Deshalb erwarten wir von den Arbeitgebern ein deutlich verbessertes Angebot.“

  • ver.di hat den Tarifvertrag über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen zum 31. März 2017 gekündigt und fordert für die rund 490.000 Einzelhandelsbeschäftigten im Land:

    • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6 %
    • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 €
    • Tarifliches Mindesteinkommen von 1.900 €
    • Laufzeit: 12 Monate

    Zudem wird an die Arbeitgeberseite die Forderung gerichtet, gemeinsam die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklären zu lassen – wie es bis zum Jahr 2000 üblich war –, um gegen Lohndumping im Einzelhandel vorzugehen.

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