Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2014

ver.di ruft zum Jugendstreiktag

Tarifrunde Öffentlicher Dienst

ver.di ruft zum Jugendstreiktag

14. März 2014 |Nach den Auftaktverhandlungen am gestrigen Tage ruft ver.di Rhein-Neckar zu einem Streiktag für Auszubildende am Freitag, 14. März auf. Gestreikt wird ab Arbeitsbeginn. Ab 10 Uhr treffen sich Auszubildende aus den Gemeinden und den kommunalen Kliniken, sowie weitere Auszubildende und junge Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst vor dem Gewerkschaftshaus in Mannheim. Sie ziehen in einem Demonstrationszug durch die Kurpfalzstraße zum Paradeplatz, weiter durch die Planken über den Ring bis zum Willy-Brandt-Platz vor den Hauptbahnhof. Die Streikenden werden von einer mobilen Disco mit einem bekannten DJ begleitet.
 
Die Aktion ist eine Reaktion auf die Auftaktverhandlung zur Tarifrunde für die Beschäftigten bei den Gemeinden und beim Bund. Die Jugend von ver.di Rhein-Neckar ist seit Wochen mit einer Kampagne mit dem Namen „Yolo“ unterwegs. Yolo bedeutet „you only live once“ also „Du lebst nur einmal!“ Diesen Slogan wollen die Auszubilden und Jugendlichen so verstanden wissen, dass sie verantwortliches Verhalten von sich selbst und allen Anderen erwarten und leben wollen.

„Dazu gehört, dass den Auszubildenden bei den Stadtverwaltungen und bei den Kliniken angemessene Ausbildungsvergütungen gezahlt werden“, so Dennis Ewert, der für ver.di Rhein-Neckar in der Bundestarifkommission sitzt. Ewert vertritt insbesondere die Forderungen nach monatlich 100€ mehr Ausbildungsvergütung und nach 30 Tagen Urlaub im Jahr. Ewert: „Weil wir Anschluss halten müssen zu den Ausbildungsvergütungen in den Industriebereichen. Schließlich muss der Öffentliche Dienst attraktiv bleiben.“
 
Der Jugendstreiktag findet seinen vorläufigen Abschluss mit einem „Radio-Ballett“ vor dem Hauptbahnhof. Ein „Radio-Ballett“ ist eine Aktionsform, bei der viele Menschen zugleich Anweisungen über Kopfhörer oder aus dem Handy erhalten und diesen Anweisungen folgend gleiche Bewegungen oder Handlungen ausführen. Für die Beobachter entsteht eine Choreografie, die zur Nachfrage reizt und interpretiert und gedeutet werden will.

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