Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst 2015

HD-Werkstätten: Beschäftigte kämpfen für Aufwertung

Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst

HD-Werkstätten: Beschäftigte kämpfen für Aufwertung

Heidelberger Werkstätten unterstützen den SuE-Streik zg Heidelberger Werkstätten unterstützen den SuE-Streik

Fachkräfte der Behindertenhilfe folgten heute am Mittwoch 27.5.2015 dem ver.di-Streik-Aufruf im Sozial- und Erziehungsdienst. Aus den Heidelberger Werkstätten fahren Gruppenleiter/innen, Bildungsbegleiter/innen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Arbeitserzieher/innen, Heilpädagoginn/en, Heilerziehungspfleger/ nach Stuttgart um gemeinsam mit Streikenden aus der Behinderthilfe auf ihre berechtigten Forderungen aufmerksam zu machen.

„Pädagogische Facharbeit muss so bewertet und bezahlt werden, wie Tätigkeiten von Fachkräften in technischen Branchen“ erläutert Silke Hansen, Gewerkschaftssekretärin von ver.di. Die kommunalen Arbeitgeber legten nach fünf Verhandlungsrunden kein Verhandlungsgebot vor. Zudem will die kommunale Arbeitgebervereinigung über die Behindertenhilfe ausdrücklich gar nicht reden.

„Wir sind sauer und lassen uns nicht abhängen“, sagt Sabrina Moritz, Heilerziehungspflegerin, kämpferisch. Als Heilerziehungspflegerinnen, Arbeitserzieher und Heilpädagoginnen sind sie speziell ausgebildet und staatlich anerkannt für die Behindertenhilfe. Die sehr alten Eingruppierungsvorschriften berücksichtigten das nicht richtig. „Wir brauchen endlich Eingruppierungsvorschriften für die Behindertenhilfe, die den veränderten und anspruchsvollen Qualifikationen unserer Fachkräfte tatsächlich gerecht werden“, sagte Christoph Brezden, BR-Vorsitzender, „das und die überfällige Aufwertung sozialer Facharbeit bekommen wir mit den von ver.di vorgeschlagenen Eingruppierungsvorschlägen endlich hin.“

Dass die Arbeit mit und für Menschen endlich mehr Anerkennung erfährt, unterstützen auch diejenigen Kolleginnen, die heute mit einer Rest-Besetzung für die unbedingt notwendige Beaufsichtigung und Sorge für die Mitarbeiter/innen mit Behinderung in den Heidelberger Werkstätten sorgen. „Wir informieren schon heute die Eltern, Angehörigen und Betreuer mit Informationenbriefen, falls die kommunalen Arbeitgeber bei dieser quasi Boykotthaltung bleiben und weitere Streiktage folgen müssen, in denen dann wohl auch Gruppen geschlossen werden müssen“, erklärte Helmut Boos, der den Streiktag mir den Kollegen in Hockenheim koordiniert hat. Schon jetzt haben es sich die Fachkräfte der Heidelberger Werkstätten der Lebenshilfe Heidelberg e.V. nicht leicht gemacht angesichts der Verantwortung für die anvertrauten Menschen die Arbeit nieder zu legen.

Unsere Botschaft an die VKA-Mitgliederversammlung am 28.5.15:
Wir geben keine Ruhe, wir fordern Aufwertung – jetzt!

Kundegebung und Demo in Stuttgart zg Kundgebung und Demonstration in Stuttgart
Kundgebung und Demonstration in Stuttgart zg Kundgebung und Demonstration in Stuttgart
Heidelberger Werkstätten zg Heidelberger Werkstätten
  • Unsere Forderungen: Aufwerten jetzt!

    ver.di fordert eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würden. Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung und Heilerziehungspflegerinnen in der Behindertenhilfe, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen.

    ver.di bekräftigt die Forderungen nach einer nachhaltigen Aufwertung von Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und für Menschen habe endlich mehr Anerkennung verdient.

    Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern.

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