Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2016

landesweiter Jugendstreiktag in Mannheim

Öffentlicher Dienst

landesweiter Jugendstreiktag in Mannheim

Bsirske spricht auf Abschlusskundgebung

Nach der zweiten Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung des Öffentlichen Dienstes ruft ver.di landesweit zum Streiktag für Auszubildende am Freitag, 22. April auf. Gestreikt wird ab Arbeitsbeginn. Ab 10:00 Uhr treffen sich Auszubildende aus den Gemeinden und den kommunalen Kliniken aus ganz Baden-Württemberg vor dem Gewerkschaftshaus in Mannheim und ziehen in einem Demonstrationszug durch die Kurpfalzstraße zum Paradeplatz, von dort durch die Planken und über den Ring zum Willy-Brand-Platz vor den Hauptbahnhof. Begleitet wird die Parade von einem DJ und seinem Soundsystem.

Die Streikparade ist eine Reaktion auf das Verhandlungsangebot der Arbeitgeber in Bund und Gemeinden. Die Jugend von ver.di ist seit Wochen mit der Kampagne „besser unbequem“ in den Betrieben und Dienststellen unterwegs. Mit dieser Kampagne wollen sich die Auszubilden und Jugendlichen so verstanden wissen, dass sie von angepasster Lohnzurückhaltung nichts halten und unbequemer weise Forderungen aufstellen, die die Ausbildungs- und Lebensbedingungen real verbessern sollen.

„Dazu gehört, dass wir entschlossener und noch unbequemer als ohnehin schon für unsere Forderungen in den Betrieben kämpfen und auf die Straße gehen“, so Domenic Hessenauer von der Universitätsmedizin Mannheim, der für ver.di Rhein-Neckar in der Bundesjugendtarifkommission sitzt. Novum für die Streikparade ist ein Solidaritätsaufruf an die Rentnerinnen und Rentner sich am Streik zu beteiligen. Hier sollen sich Rentnerinnen mit Beschäftigten in der Verteidigung der ZVK (Zusatzversorgungskassen) solidarisch zeigen.

„Wir treten gemeinsam für Arbeitsbedingungen an, die einen zum einen die Rente erleben lassen und dies zum anderen auch nicht zwangsläufig in die Altersarmut führen“, so Clara Ronellenfitisch, von der ver.di Jugend.

Der landesweite Jugendstreiktag findet seinen Höhepunkt auf der Abschlusskundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz mit der Rede des ver.di Vorsitzenden Frank Bsirske.