Erwerbslose

Steuervermeidung von Konzernen stoppen - Reichtum umverteilen

Erwerbslosenausschuss

Steuervermeidung von Konzernen stoppen - Reichtum umverteilen

Oxfam Deutschland und Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“ unterstützen!

1.)  Oxfam Deutschland

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die irrwitzige Lücke zwischen Arm und Reich zu schließen. Unterstützen Sie unseren Appell „Steuervermeidung von Konzernen stoppen!“

Jetzt Appell unterschreiben unter
https://act.oxfam.org/deutschland/steuervermeidung-von-konzernen-stoppen?utm_campaign=2017-01-17-ox-nl-davos-auftakt&utm_source=ox-video-superheld-20170124

Jetzt Video anschauen und mitmachen unter!   
https://www.oxfam.de/multimedia/hast-staerkste-aller-superkraefte?pk_campaign=2017-01-24-ox-nl-superheld&pk_kwd=txt-url-ch3&utm_wec=11457

2.)  Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“ Entschlossene Maßnahmen gegen Ausgrenzung, mehr soziale Sicherheit und mehr Investiti­onen für Soziales, Bildung, Pflege, Kultur und Jugend fordert ein breites Bündnis zivilgesell­schaftlicher Organisationen in dem gemeinsamen Aufruf „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“. 

Aufruf des Bündnisses "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!“ unter
http://www.reichtum-umverteilen.de/nc/aufruf-unterzeichnen/

 Hintergrundinformation

Oxfam Deutschland

Der Weltwirtschaftsgipfel in Davos stand ganz im Zeichen der sozialen Ungleichheit. Winnie Byanyima, Geschäftsführerin von Oxfam International, sprach mit den versammelten Reichen und Mächtigen über wichtige Bausteine für eine gerechte internationale Wirtschaft, von der alle profitieren.
 
Auch in Deutschland gibt es Bewegung: Im frisch gegründeten Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“ vereinen wir unsere Kräfte mit fast 30 Organisationen, darunter auch Gewerkschaften, der Deutsche Mieterbund und die Nationale Armutskonferenz. Bis Mitte Februar werden wir einen Aktionsplan zur Bundeswahl vorlegen, um die soziale Ungleichheit im Land zu verringern.

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die irrwitzige Lücke zwischen Arm und Reich zu schließen. Über 6.500 Menschen unterstützen unseren Appell „Steuervermeidung von Konzernen stoppen!“ bereits. Wir wollen, dass es noch viel mehr werden. Hilf uns mit Deiner Superkraft: Verbreite unsere Aktion weiter – oder unterschreibe selbst, falls Du das noch nicht getan hast. Zeig Deine Stärke!

Für eine gerechte Welt. Ohne Armut.

Steuervermeidung von Konzernen stoppen!

Die dreiste Steuervermeidung von Konzernen kostet uns Milliarden – in armen und in reichen Ländern. Trotzdem rollen viele Staaten Konzernen von Apple bis Zara den roten Teppich aus und unterbieten sich gegenseitig mit Niedrigsteuersätzen. Fehlende Steuerbeiträge bedeuten weniger Geld für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit. Das verschärft die soziale Ungleichheit. Wir aber wollen in einer Gesellschaft leben, in der Schulabschluss, Arztbesuch und ein würdevolles Leben nicht vom Kontostand abhängen.

Deshalb fordern wir von Angela Merkel und Sigmar Gabriel:

  • Konzerne in die Pflicht nehmen: Setzen Sie sich für die Einführung eines weltweiten Mindeststeuersatzes für Konzerne ein!
  • Steueroasen bestrafen: Sorgen Sie dafür, dass alle Steueroasen auf eine Schwarze Liste gesetzt und sanktioniert werden!
  • Transparenz schaffen: Verpflichten Sie Konzerne, öffentlich zu machen, wo und in welcher Höhe sie auf ihre Gewinne Steuern zahlen!

Die systematische Steuervermeidung multinationaler Konzerne ist schon lange kein Geheimnis mehr. Sie kostet uns alle Milliarden, in armen und reichen Ländern, und trägt damit zu immer größerer Ungleichheit bei. Neue Daten zeigen: Gerade einmal acht Männer besitzen zusammen mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung! Diese Entwicklung betrifft uns alle gleichermaßen: Denn Ungleichheit bildet den Nährboden für rechtspopulistische Bewegungen und bedroht unsere Demokratie im Kern.

Menschen sind wichtiger als Profite

Wir brauchen ein Wirtschaftssystem, in dem Menschen wichtiger sind als Profite. Dafür müssen Regierungen multinationale Konzerne endlich in die Pflicht nehmen und durchsetzen, dass sie auf der ganzen Welt ihren fairen Steuerbeitrag leisten – zum Wohl der Gesellschaft.

Vor der Bundestagswahl: Setzen Sie die Parteispitzen unter Druck

Dieses Jahr werden auf politischer Ebene viele grundlegende Entscheidungen getroffen, die wir mitgestalten wollen. Damit unsere Forderungen umgesetzt werden, müssen wir bis zur Bundestagswahl im September gemeinsam dafür sorgen, dass wir von den Spitzen von CDU und SPD, gehört werden – laut und deutlich!

Mehr Informationen zu unserer Arbeit zum Thema Steuergerechtigkeit
unter   https://www.oxfam.de/unsere-arbeit/themen/steuervermeidung-unternehmen

Aufruf: Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!

Wir können ein besseres und gerechtes Land für alle schaffen, die hier leben. In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor, wir müssen ihn endlich vernünftig verteilen und gerecht einsetzen.

Doch seit Jahrzehnten nehmen weltweit und in Deutschland soziale Ungleichheit, Unsicherheit und Ungerechtigkeit zu. Die Einkommen der Beschäftigten sind weit hinter der Entwicklung der Gewinne und Vermögenseinkommen zurückgeblieben. Millionen Menschen sind von Erwerbslosigkeit oder Armut trotz Arbeit betroffen. Viele Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Zugewanderte und andere Gruppen geraten immer mehr ins Abseits.

Bund, Länder und Gemeinden haben zu wenig investiert und viel Personal abgebaut. Öffentliche und soziale Leistungen wurden gekürzt, das Rentenniveau befindet sich im Sinkflug und in vielen Städten wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Viele Menschen fürchten, dass sie dabei verlieren werden. All dies erschwert auch die solidarische Aufnahme und Integration der Menschen, die Schutz vor Verfolgung und Krieg suchen.

Zugleich wurden Steuern auf große Vermögen, hohe Einkommen und Gewinne gesenkt und Kapitalmärkte entfesselt. Viele große Konzerne drücken sich notorisch vor der Steuer. Reichtum und Macht konzentrieren sich in immer weniger Händen. In der Politik dominieren die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Hier liegen die Ursachen der sozialen und politischen Spaltungen und Probleme. An den Missständen in diesem Land sind nicht die Armen, die Erwerbslosen oder die Schutzsuchenden schuld.

Wir brauchen eine neue, gerechtere Politik:

  • bessere soziale Absicherung und stärkere Rechte der Beschäftigten, der kleinen Selbstständigen, der Erwerbslosen, der Rentnerinnen und Rentner, der Kinder und Familien, der Menschen mit Behinderung und der Schutzsuchenden;
  • mehr öffentliche Investitionen und mehr Personal, für Infrastruktur, Kindereinrichtungen, Schulen und Hochschulen, Gesundheitswesen und Pflege, Kultur, Jugend und Sport, soziale und Arbeitsmarkt-Integration;
  • ökologisch nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung und einen sozial verträglichen ökologischen Umbau;
  • Bereitstellung und Bau von ausreichend bezahlbaren Wohnungen;
  • bedarfsdeckende Finanzausstattung besonders der hoch belasteten und verschuldeten Städte und Gemeinden.

Mit mehr Steuergerechtigkeit können wir das finanzieren! Die große Mehrheit der Bevölkerung wird dadurch nicht belastet, sondern wird davon profitieren:

  • Finanzstarke Unternehmen und Reiche müssen wieder höhere Beiträge zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten; sehr hohe Einkommen sind stärker zu besteuern; Kapitalerträge dürfen nicht privilegiert werden;
  • Steuerbetrug muss bekämpft und Steuerschlupflöcher müssen beseitigt werden, in Deutschland, der EU und weltweit;

eine Vermögenssteuer und eine reformierte Erbschaftsteuer müssen die Millionäre und Milliardäre angemessen an der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beteiligen und soziale Ungleichheit abbauen.

http://www.reichtum-umverteilen.de/umverteilen-blog/

18.01.2017

Breites Bündnis kritisiert „obszöne“ Vermögensverteilung in Deutschland und kündigt Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf an Entschlossene Maßnahmen gegen Ausgrenzung, mehr soziale Sicherheit und mehr Investitionen für Soziales, Bildung, Pflege, Kultur und Jugend fordert ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in dem gemeinsamen Aufruf „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“.

Gemeinsame Pressemitteilung
des Bündnisses „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“

Breites Bündnis kritisiert „obszöne“ Vermögensverteilung in Deutschland und kündigt Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf an

Berlin, 18. Januar 2017. Entschlossene Maßnahmen gegen Ausgrenzung, mehr soziale Sicherheit und mehr Investitionen für Soziales, Bildung, Pflege, Kultur und Jugend fordert ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in dem gemeinsamen Aufruf „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“. Zum Bündnis gehören neben Attac, OXFAM, ver.di, GEW, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband auch die Nationale Armutskonferenz und der Deutsche Mieterbund sowie über 20 weitere bundesweit aktive Organisationen und Initiativen aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen. Das Bündnis wirbt für eine „neue, gerechtere Politik“ und fordert die stärkere Besteuerung großer Vermögen, Einkommen und Erbschaften zur Finanzierung des vorgeschlagenen Maßnahmenpaketes. Das Bündnis kündigt an, bis Mitte Februar einen Aktionsplan zur Bundestagswahl vorzulegen.

Immer mehr Menschen im Abseits

„Seit Jahrzehnten nehmen weltweit und in Deutschland soziale Ungleichheit, Unsicherheit und Ungerechtigkeit zu“, kritisiert das Bündnis. Die Einkommen der Beschäftigten in Deutschland fielen weit hinter der Entwicklung der Gewinne und Vermögenseinkommen zurück, das Rentenniveau befinde sich im Sinkflug und immer mehr Menschen gerieten ins Abseits. Dem enormen privaten Reichtum in Deutschland stehe zudem eine massive öffentliche Armut gegenüber, die in immer mehr Kommunen deutlich sichtbar werde. So seien zuletzt immer mehr öffentliche und soziale Leistungen gekürzt worden und in vielen Städten werde es zunehmend schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

In der Politik dominieren die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen

Die ungleiche Vermögensverteilung gehe einher mit ungleichen Machtverhältnissen und sei damit auch eine ernstzunehmende Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, warnt das Bündnis in seinem Aufruf: „Viele große Konzerne drücken sich notorisch vor der Steuer. Reichtum und Macht konzentrieren sich in immer weniger Händen. In der Politik dominieren die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Hier liegen die Ursachen der sozialen und politischen Spaltungen und Probleme.“ Das Bündnis weist in diesem Zusammenhang auch auf die im ursprünglichen Entwurf zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung enthaltenen Befunde zur mangelnden politischen Repräsentation der Interessen einkommensarmer Bevölkerungsgruppen hin.

Fünf-Punkte-Katalog, um soziale Ungleichheit zu verringern

Das Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“ formuliert in einem Fünf-Punkte-Katalog wesentliche Forderungen, um die bestehende soziale Ungleichheit zu verringern und ein gerechtes Land für alle zu gestalten. Zur Finanzierung werden unter anderem die stärkere Besteuerung sehr hoher Einkommen und Vermögen sowie eine reformierte Erbschaftsteuer vorgeschlagen: „Wir können ein besseres und gerechtes Land für alle schaffen, die hier leben. In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor, wir müssen ihn endlich vernünftig verteilen und gerecht einsetzen. Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung wird dadurch nicht belastet, sondern wird davon profitieren.“

Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf

Das Bündnis kündigt einen Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf für Mitte Februar an und lädt alle Interessierten ein, sich am Aufbau eines breiten Netzwerkes zu beteiligen und mit eigenen Aktionen einzubringen. Einzelpersonen und Organisationen können sich auf der Internetseite des Bündnisses ab sofort als Unterstützer/innen registrieren lassen.

Aufruf "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!"

Ich unterstütze den Aufruf des Bündnisses "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!
unter  http://www.reichtum-umverteilen.de/nc/aufruf-unterzeichnen/

http://www.reichtum-umverteilen.de/hintergrund/

Weiterführende Informationen

Es gibt zahlreiche Fragen zu den Themen Armut, Reichtum und Ungleichheit. Viele der im Bündnis vertretenen Organisationen haben dazu umfassende Publikationen erarbeitet und Informationen auf Themenseiten gebündelt. Wissenschaft, Forschung sowie Stiftungen bieten darüber hinaus regelmäßig neue Daten und Einschätzungen. Zudem gibt es offizielle Berichte von Seiten der Bundesregierung. Hier stellen wir eine Auswahl an Publikationen und Themenseiten vor.

Aktuelle Publikationen zu Armut, Reichtum und Ungleichheit

WSI-Verteilungsbericht 2016 „Soziale Mobilität nimmt weiter ab“

Englischsprachiger Bericht und deutsche Kurzfassung zu globaler Ungleichheit von Oxfam Deutschland e.V.

Studien für den 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands

Verteilungsbericht des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Der Kampf gegen aggressive Steuervermeidung hat begonnen – aber der Weg ist noch lang Info Steuergerechtigkeit #13

Der G20/OECD-Aktionsplan gegen Steuervermeidung von Unternehmen (BEPS) Info Steuergerechtigkeit #12

Steuervermeidung von Konzernen Info Steuergerechtigkeit #11

Wohnungspolitische und mietrechtliche Zwischenbilanz nach drei Jahren Regierungsarbeit vom Deutschen Mieterbund

Für einen solidarischen und verteilungsgerechten Sozialstaat vom Sozialverband Deutschland (SoVD)

Video: Für einen verteilungsgerechten Sozialstaat - SoVD

Worauf warten? Gemeinsam Alternativen leben von BUNDjugend

Entwurf: Gerechte und innovative Wirtschaftspolitik von DL21

Reader Zukunft der Rente von DL21

Sozialökologischer Gesellschaftsumbau auf dem Weg in eine Solidarische Moderne vom Institut Solidarische Moderne

Die Europäische Ausgleichsunion - Die Währungsunion 2.0 vom Institut Solidarische Moderne

Schuldenkolonie Griechenland - ein bleibender Auftrag für die plurale Linke (ISM)

Alternativen für eine gerechte und solidarische europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik (ISM)

Sozialcharta für Solo-Selbständige und Kleinunternehmer von Owus

Mittendrin am Rande Zusammen Leben und Arbeiten kda - Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Mittendrin am Rande Zeit für Veränderung! kda - Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Themenseiten

Verteilungsmonitor der des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung

Themenseite Ungleichheit der Friedrich-Ebert-Stiftung

Sozialpolitik aktuell – Themenseite Einkommensverteilung (Universität Duisburg Essen) 

Themenseite zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Armutskongress in Berlin - Umsteuern: Gemeinsam. Gerecht. Für alle. und Armutsblog

Blog vom Netzwerk Steuergerechtigkeit

Petition Aufbruch SPD

GEW-Initiative Bildung. Weiter denken!

Bildungsfinanzierung von GEW

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