Klimawandel im globalen Kapitalismus

Ein Jahr nach dem Pariser Klimaabkommen
mit
Franz Garnreiter, Dipl.-Volkswirt,
isw – Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung

Große Versprechungen sind in der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 vorgetragen worden: Die Klimaerwärmung soll auf 1,5 °C, maximal auf 2 °C begrenzt werden und die armen Länder sollen umfassende Hilfe bei ihrer Klimaschutzpolitik bekommen. Von vielen Seiten ist das als entscheidender Durchbruch gefeiert worden.

Seit dem Ende der Konferenz ist Klimapolitik allerdings kein Thema mehr: Kriege und Kriegsdrohungen, zunehmende Migrationsströme, die tiefe Spaltung von Reich und Arm und ihr Aufgreifen durch die Rechten überlagern die Frage nach der ökologischen Zukunft der Erde.

Trotzdem schreitet die Klimazerstörung voran. Wir müssen uns daher fragen: Reichen die Pariser Beschlüsse zur Bekämpfung des Klimawandels? Berechtigen sie zur Hoffnung? Oder wie ernst ist die Lage? Was sagen die Prognosen?

Und: Antwortet die deutsche Regierung angemessen auf den Klimawandel? Welche Erfahrungen gibt es mit der bisherigen Klimapolitik und was ist mit dem neuen Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung?

Wir müssen ein riesiges Defizit zwischen den Erfordernissen und der tatsächlichen Klimaschutzpolitik feststellen. Daher: Hat die kapitalistische Marktwirtschaft grundsätzliche Probleme mit dem Klimaschutz? Inwiefern ist eine auf dem Prinzip der Konkurrenz und Profitmaximierung aufgebaute Wirtschaft nicht geeignet, dieses große Problem zu lösen?

Daraus folgt die Frage: Was wären denn die Grundsätze und Orientierungen für die dringlich notwendige wirkliche Klimaschutzpolitik?

Franz Garnreiter, geb. 1949, Dipl.-Volkswirt, hat das Berufsleben in der Energiewirtschaft und in Forschungseinrichtungen verbracht, seit 25 Jahren Mitarbeit im isw – Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung.

Dienstag, 24. Januar 2017, um 19.00 Uhr

Gewerkschaftshaus Mannheim, Bleicher/Loderer-Saal
Hans-Böckler-Str. 1, Eingang Neckarseite

ZUKUNFTSFORUM GEWERKSCHAFTEN RHEIN-NECKAR - was ist das?

Das Zukunftsforum Gewerkschaften Rhein-Neckar will Diskussionen unter Gewerkschaftsaktiven ermöglichen.

Hier soll Platz sein für die unterschiedlichen Positionen, die es innerhalb der Gewerkschaftslinken über Perspektiven und zukünftige Wege der Gewerkschaften gibt.

Das Zukunftsforum hat eine lockere Organisationsform ohne Mitgliedschaften. Der "Vorbereitungskreis" bzw. die "EinladerInnen" treffen sich unregelmäßig, um Themen zu planen und Referenten und Referentinnen einzuladen. Dieser Kreis arbeitet ehrenamtlich. Die Finanzierung der Aktivitäten erfolgt über Spenden.

Das Zukunftsforum wird unterstützt von:

Alles, Wolfgang (IGM)
Alt, Dietmar (ver.di)
Amail-Schoder, Helga (IGM)
Belz, Udo (IGM)
Bödecker, Yvette (ver.di)
Boese-Grzeskowiak, Elke (GEW)
Bürckmann, Erwin (IGM)
Dohr, Georg (NGG)
Dollmann, Klaus (ver.di)
Dribbusch, Heiner (IGM)
Erni, Peter (verdi)
Gentner, Kurt (ver.di)
Graf-Baier, Jutta (ver.di)
Guariguata, Ralph (BCE)
Häberlen, Gunther (IG BAU)
Hauber, Johannes (IGM)
Heinzmann, Willi (IGM)
Heißler, Wolfgang (NGG)
Helmke, Mathias (ver.di)
Hembera, Horst (ver.di)
Hidding, Angela (IGM)
Hofmann, Fritz (BCE)
Ilbig, Reinhard (IGM)
Kobel, Anton (ver.di)
Lindemann, Mia (ver.di)

Marschner, Ingo (IGM)
Moray, Bodo (ver.di)
Müller, Hanna (GEW)
Nikitopulos, Pantelis (ver.di)
Oetjen, Hinrich (BCE)
Reusch, Werner (ver.di)
Roos, Helmut (ver.di)
Schmid, Peter (GEW)
Schmitt, Helmut (BCE)
Schoder, Peter (IGM)
Schubert, Joachim (IGM)
Seibert, Hilde (NGG)
Selinger-Acker, G. (BCE)
Siebenhaar, Hartmut (IGM)
Siegert, Harry (ver.di/DGB)
Spohn, Klaus-Peter (ver.di)
Stahl, Fritz (IGM)
Stamm, Axel (ver.di)
Stather, Wolfgang (ver.di)
Straß, Isolde (ver.di)
Strohecker, Ulrich (IGM)
Trüper, Thomas (BCE)
Vehrenkamp, Doris (ver.di)
Vierling, Jürgen (IGM)
Wohland, Ulrich (ver.di)

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