Rhein-Neckar

Erst trillern, dann streiken für deutlich mehr Geld

SRH-Kliniken

Erst trillern, dann streiken für deutlich mehr Geld

Beschäftigte des SRH Kurpfalzkrankenhaus protestieren am 29.3. vor dem Aufsichtsrat ver.di Beschäftigte des SRH Kurpfalzkrankenhaus protestieren am 29.3. 2019 vor dem Aufsichtsrat

50 Beschäftigte des SRH Kurpfalzkrankenhaus in Heidelberg-Wieblingen beteiligten sich in einer Mittagspausen-Aktion am Freitag, 29.3.2019 für mehr Geld, anlässlich der Sitzung des Aufsichtsrats der SRH-Kliniken. Die ver.di-Forderungen für die SRH-Klinik-Beschäftigten lauten u.a. 5,8% mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro in den nächsten 12 Monaten.

Der lautstarke Protest war bis in die höchste Etage der SRH-Holding beim Aufsichtsrat zu sehen und zu hören. In einem Krankenhaus mit Dreischicht-Betrieb mit ca. 220 Beschäftigten, die nach dem mit ver.di vereinbarten Tarifvertrag bezahlt werden, ist eine Beteiligung von 50 Beschäftigten an der Pausen-Aktion super, so die ver.di-Gewerkschaftssekretärin Monika Neuner. „Wir haben damit den SRH-EntscheiderInnen die Botschaft überbracht, dass gute Arbeit im Krankenhaus deutlich besser bezahlt werden muss bei der SRH! Und um diese Meinung der Beschäftigten zu unterstreichen planen wir einen ganztägigen Warnstreik noch im April“, so Neuner weiter.

Denn auch in der dritten Verhandlungsrunde am 6.März 2019 hatten die SRH-Arbeitgeber noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. „Das muss sich beim nächsten Verhandlungstermin am 11. April ändern! Die Beschäftigten können durch ihre Beteiligung am ganztägigen Warnstreik zeigen, dass sie deutlich mehr Geld und Wertschätzung von der SRH als Arbeitgeberin erwarten.“, so die ver.di-Ansprechpartnerin Monika Neuner.

Beschäftigte des SRH Kurpfalzkrankenhaus verdienen je nach Berufsgruppe bis zu 400 Euro monatlich weniger als Beschäftigte in kommunalen Krankenhäusern, die nach dem Tarifvertrag Öffentlicher Dienst bezahlt werden und noch mal deutlich weniger als die Uniklinik-Beschäftigten in Heidelberg. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Kohle klaut!“, skandierten die aufgebrachten Beschäftigten.

"Für mich ist es völlig unverständlich wie ein Unternehmen, das im Jahr 2017 34,4 Mio. Euro Jahresüberschuss erwirtschaftet hat und das Jahr 2018 scheinbar noch erfolgreicher war, die Forderung nach gleicher Bezahlung mit den anderen Gesundheitseinrichtungen in der Branche und der Region ablehnen kann.", so Monika Neuner. 

Beschäftigte des SRH Kurpfalzkrankenhaus protestieren am 29.3. vor dem Aufsichtsrat ver.di Beschäftigte des SRH Kurpfalzkrankenhaus protestieren am 29.3. 2019 vor dem Aufsichtsrat
  • Unsere Forderungen:

    • Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 5,8 Prozent, mindestens jedoch um 150 € monatlich, ab dem 1. Januar 2019
    • 
Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden in den SRH Kliniken in Thüringen ab dem 1. Juli 2019;
    • Verkürzung des Ausgleichszeitraumes zum Erreichen der tariflichen Wochenarbeitszeit auf vier Wochen;
    • Anhebung der Ausbildungsentgelte auf das Niveau des TVöD (über 140 € monatlich).

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