Rhein-Neckar

Erfolgreiche Streiks: Verhandlungsergebnis bei SRH Kliniken

SRH-Kliniken

Erfolgreiche Streiks: Verhandlungsergebnis bei SRH Kliniken

Lücke zum Öffentlichen Dienst deutlich reduziert
ver.di-Protestkundgebung am 11. April 2019 in Heidelberg ver.di ver.di-Protestkundgebung am 11. April 2019 in Heidelberg

In den späten Abendstunden des 11. April 2019 erzielte ver.di nach fast 12 Stunden Verhandlungen mit der SRH-Arbeitgeberseite ein Ergebnis. „Mit dem Rückhalt von über 400 Streikenden, die allein vor der SRH-Konzernzentrale in Heidelberg protestierten, verhandelt es sich sehr selbstbewusst,“ so Monika Neuner von ver.di Rhein-Neckar. Insgesamt streikten in den letzten Tagen über 1000 Beschäftigte in den SRH Kliniken.

„Das Ziel der Streikenden war die Lücke zum Öffentlichen Dienst deutlich zu reduzieren. An wichtigen Punkten haben wir dies erreicht.“, ergänzt Sven Bergelin, ver.di-Verhandlungsführer. „Pflegekräfte erhalten sogar insgesamt bis zu 400 pro Monat Euro mehr. Das ist eine wirklich spürbare Lohnerhöhung und zeigt Wertschätzung!“

Das Ergebnis umfasst im Wesentlichen:

  • Einmalzahlung von 600 Euro für die Monate Januar – Juni 2019.
  • Das monatliche Entgelt erhöht sich ab 1.Juli 2019 um 4 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro.
  • Ab 1.Mai 2020 gibt es eine weitere Entgelterhöhung um monatlich 3,2 Prozent.
  • Pflegekräfte erhalten ab dem 1.Januar 2020 eine Pflegezulage von max. 150 Euro für dreijährig examinierte Pflegekräfte.
  • Rückwirkend ab 1.Januar 2019 erhalten die Auszubildenden eine Erhöhung von 100 Euro und weitere 50 Euro ab 1.Januar 2020.
  • Für die thüringischen SRH-Beschäftigte konnte eine Arbeitszeitverkürzung und damit die Gleichstellung mit Baden-Württemberg erreicht werden.
  • Die Laufzeit des Tarifvertrags soll bis zum 31.Dezember 2020 sein. 

„Den Streikenden war eine kräftige Erhöhung der Entgelte für alle Beschäftigtengruppen sehr wichtig. Der Mindestbetrag von 100 Euro nutzt besonders den unteren Entgeltgruppe, die dadurch mehr als 4 Prozent Erhöhung erhalten. Vor den Streiks waren die SRH-Arbeitgeber nicht gewillt, eine solche soziale Komponente mit uns zu vereinbaren“, erläutert Monika Neuner von ver.di Rhein-Neckar.

Nun entscheiden die ver.di-Mitglieder, ob sie dem Verhandlungsergebnis ihre Zustimmung geben können. Ver.di hat mit der SRH-Arbeitgeber eine Erklärungsfrist bis zum 4.Juni vereinbart.

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