Aktuelles & Konflikte

Die AfD und die soziale Frage

Einladung zur Diskussionsveranstaltung

Die AfD und die soziale Frage

Vortrag und Diskussion in Mannheim

Referent: Stefan Dietl

Zeit: 5. November 2019, 19.00 Uhr

Ort: Gewerkschaftshaus, Hans-Böckler-Str. 1, Raum Bleicher/Loderer (Eingang Neckarseite)

Die besorgniserregenden Wahlerfolge und die Verankerung der AfD in der deutschen Parteienlandschaft führen unter ihren Gegner*innen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei zu begegnen sei. Während einige darauf setzen, die AfD als unsozial zu brandmarken und über ihre neoliberale Programmatik aufzuklären, verweisen andere auf die teils antikapitalistische Rhetorik führender Parteifunktionäre und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie.

Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms. Er kann belegen, dass die AfD sowohl marktradikale Positionen als auch im »völkischen Antikapitalismus« verwurzelte Inhalte vertritt. Stefan Dietl erläutert die aktuelle sozial- und wirtschaftspolitische Programmatik der AfD vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten. Er liefert zudem eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse im Umgang mit der AfD und ihren Anhänger*innen und entwirft Gegenstrategien.

Stefan Dietl lebt in Regensburg. Er ist Autor des Buches »Die AfD und die soziale Frage. Zwischen Marktradikalismus und ›völkischem Antikapitalismus‹«, arbeitet in antirassistischen und antifaschistischen Initiativen, publiziert regelmäßig zu gewerkschafts-, sozial- und wirtschaftspolitischen Themen und ist Vorsitzender des ver.di-Bezirks Oberpfalz sowie Mitglied im Landesvorstand der ver.di Bayern. Weitere Informationen unter https://stefandietl.net/

Eine gemeinsame Veranstaltung des Arbeitskreises gegen Antisemitismus und Antizionismus Mannheim e.V. (https://ak-gegen-antisemitismus-und-antizionismus.net/) und ver.di Rhein-Neckar