Tarifrunde Länder 2023

Tarifergebnis erreicht

Im Durchschnitt steigen die Gehälter der Länderbeschäftigten während der Laufzeit um mehr als elf Prozent.
11.12.2023

ver.di Baden-Württemberg
Pressemitteilung vom 09.12.2023

ver.di Baden-Württemberg zum Tarifergebnis im öffentlichen Dienst der Länder, das heute in Potsdam erzielt wurde und im Großen und Ganzen von Volumen und Struktur eine Übernahme des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes vom Frühjahr 2023 vorsieht. Im Schnitt steigen die Gehälter dauerhaft um über elf Prozent. (weitere Details zum Ergebnis in der untenstehenden Pressemeldung des ver.di Bundesvorstandes)

Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Die Arbeitgeber wollten in dieser Tarifrunde dauerhaft eine schlechtere Bezahlung im öffentlichen Dienst der Länder konstituieren. Ihr einziges Argument war die Schuldenbremse. Dank einer beeindruckend starken Streikbeteiligung konnten wir das verhindern. Wie beim Abschluss TVÖD werden durch die Festbeträge der Inflationsprämie und den hohen Sockelbetrag die unteren und mittleren Einkommensgruppen deutlich überproportional gestärkt. Das ist wichtig, denn diese Beschäftigten waren und sind am stärksten durch die Inflation belastet. Damit zeigt dieses Ergebnis: auch in Krisenzeiten lässt sich Solidarität und Zusammenhalt realisieren.“

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Die Länderbeschäftigten werden durch das Ergebnis nicht von ihren Kolleginnen und Kollegen bei den oft nur einen Steinwurf entfernten Kommunen abgehängt. Einer drohenden massiven Abwanderung der Arbeitskräfte zu den Kommunen wird damit aktiv entgegengewirkt. Wir fordern die baden-württembergische Landesregierung auf: Signalisieren Sie noch vor Weihnachten den über 190.000 Beamtinnen und Beamten im Land sowie den Versorgungsempfängern, dass dieses Ergebnis zeit- und wirkungsgleich auf sie übertragen wird.“

Die 2022 vertraglich mit dem Land Baden-Württemberg für die Zentren fürs Psychiatrie vereinbarten Zulagen werden mit diesem Ergebnis dauerhaft tarifiert.

Hinweise zur Tarifrunde:

ver.di hatte für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Nachwuchskräfte sollten 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden.

In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt gut 100.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 191.000 indirekt betroffene Beamt:innen.

Allein bei den sieben Zentren für Psychiatrie arbeiten an neun Standorten rund 10.000 Beschäftigte.

ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) werden für rund 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) geführt. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger (Angaben ohne Hessen).

Die Verhandlungen wurden in dritter Runde seit dem 7. Dezember 2023 in Potsdam fortgesetzt.

Weitere Infos gibt es hier: https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/++co++232f569e-968c-11ee-af8f-d1f22e36377d

 

  • Hinweise zur Tarifrunde

    ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden.

    In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt gut 100.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte (die genaue Zahl wird aktuell noch von StaLa und Finanzministerium überprüft) und 191.000 indirekt betroffene Beamt:innen.
    Allein bei den sieben Zentren für Psychiatrie arbeiten an neun Standorten rund 10.000 Beschäftigte.

    ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) werden für rund 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) geführt. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger (Angaben ohne Hessen).

     

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