Tarifrunden Handel 2019

    Landesweiter Streiktag Freitag - Kundgebung in Stuttgart

    Tarifrunde Einzelhandel

    Landesweiter Streiktag Freitag - Kundgebung in Stuttgart

    ver.di ruft heute am Freitag 21. Juni 2019, folgende Betriebe in Mannheim und Heidelberg zum Streik auf:

    • Kaufhof
    • H&M
    • Kaufland
    • IKEA

    
Rund 200 Streikende fahren aus Mannheim und Heidelberg zur landesweiten Demonstration nach Stuttgart. Sie beginnt um 11.30 Uhr am DGB-Haus in Stuttgart


    ver.di-Gewerkschaftssekretärin Sabine Möller:

    Heute zeigen wir landesweit unseren Unmut zu dem bisherigen Angebot der Arbeitgeber. Was da auf dem Tisch liegt hat mit Wertschätzung der Arbeitsleistung der Beschäftigten nichts zu tun. Das ist ein Witz. Seit fast 3 Monaten warten die Beschäftigten auf mehr Geld! Es ist höchste Zeit für ein verhandlungsfähiges Angebot seitens der Arbeitgeber“. 



    Nächster Verhandlungstermin: 08. Juli 2019

    mehr lesen:

    SWR aktuell berichtet: Hunderte demonstrieren für höhere Löhne

     

    • Zum Stand der Tarifverhandlungen:

      In der 3. Verhandlungsrunde im Einzelhandel Baden-Württemberg am 12. Juni 2019 legten die Arbeitgeber ein nur leicht verbessertes Angebot vor. 


      Das vorgelegte Angebot sieht über eine Laufzeit von 24 Monaten folgende Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen vor:

      • Ab 01.04.2019 1,7 % 

      • Ab 01.04.2020 1,2 % 

      • Für Azubis entsprechend

      ver.di hat den Tarifvertrag über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 31. März 2019 gekündigt und fordert für die Einzelhandelsbeschäftigten in Baden-Württemberg:

      • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5%, mindestens 163 €
      • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100,-- €
      • Tarifliches Mindesteinkommen von 2.100,-- €
      • Laufzeit 12 Monate

      Zudem wird an die Arbeitgeberseite die Forderung gerichtet, gemeinsam die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklären zu lassen – wie es bis zum Jahr 2000 üblich war – um gegen Lohndumping und Altersarmut im Einzelhandel vorzugehen.

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