Tarifrunde Einzelhandel 2021

    Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel …

    Tarifrunde Einzelhandel

    Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel beginnen

    ver.di fordert 4,5 % plus 45 €

    Am kommenden Mittwoch, den 28. April beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel.
    Der Corona-Lage angepasst werden die Verhandlungskommissionen von Arbeitgebern und Gewerkschaft nur digital in Form einer Videokonferenz zusammenkommen; Treffen der beiden Verhandlungsführungen in Präsenz sind nicht vorgesehen.

    ver.di wird ihre Tarifforderungen ausführlich begründen, die die Große Tarifkommission am 17. März beschlossen hat:

    • 4,5 % plus 45 € mehr für alle!
    • Tariflicher Mindestlohn: 12,50 € / Stunde!
    • Die Azubi-Vergütungen sollen um jeweils 100 € erhöht werden!
    • Aufstockung des Kurzarbeitsgeldes auf 100 %
    • Erhöhung der Sozialzulage auf 25 bzw. 35 €
    • Einer für alle – die Tarifverträge sollen für allgemeinverbindlich erklärt werden!

    ver.di verweist darauf, dass im Einzelhandel trotz Corona und Lockdown-Maßnahmen kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen realisiert werden. Allerdings sehr ungleich verteilt: Lebensmittel- und Versand-/Onlinehandel sind anhaltend Krisengewinner, auf der anderen Seite müssen Bekleidungs- und Innenstadthandel massive Verluste hinnehmen.

    Rekordumsätze im Lebensmitteleinzelhandel führen zu Rekordarbeit für die Beschäftigten. Gleichzeitig mindert die steigende Inflation – Wirtschaftsexperten erwarten im laufenden Jahr eine durchschnittliche Preissteigerung von über 2 % – die realen Gehälter.

    "Wir wollen auch in der schwierigen Zeit der Pandemie deutliche tabellenwirksame Erhöhungen der Entgelte durchzusetzen – nicht zuletzt um der Altersarmut entgegenzuwirken, die den allermeisten Beschäftigten im Einzelhandel droht. Für tarifgebundene Krisenunternehmen streben wir differenzierte tarifliche Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung in Form von Unternehmenstarifverträgen an.", erklärt der ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke.

    ver.di hat den Entgelttarifvertrag zum 31. März 2021 gekündigt.

    Die Tarifverhandlung beginnt um ca. 11 Uhr.

     

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