Tarifrunde Einzelhandel 2021

    Tarifeinigung im Einzelhandel

    Tarifrunde Einzelhandel

    Tarifeinigung im Einzelhandel

    Stuttgart, 20. Oktober 2021

    In Stuttgart einigten sich heute die Verhandlungskommissionen von ver.di und Arbeitgebern in fünfter Runde auf eine Tarifvereinbarung zu neuen Gehältern, Löhnen und Ausbildungsvergütungen für die rund 490.000 Beschäftigten des baden-württembergischen Einzel- und Versandhandels.

    Vereinbart wurde für eine Laufzeit von 24 Monaten (1.4.2021 bis 31.03.2023):

    • Ab 1. August 2021 werden Gehälter und Löhne um 3 % erhöht
    • Ab 1. April 2022 gibt es eine weitere Erhöhung um 1,7 %
    • Die Ausbildungsvergütungen werden jeweils zum beginnenden Ausbildungsjahr angehoben: 30 € zum 1.8.2021 und weitere 30 € zum 1.8.2022.

    Die Vereinbarung ist ohne Erklärungsfrist abgeschlossen, wird somit sofort wirksam. Sie stimmt mit den Vereinbarungen überein, die in den vergangenen drei Wochen zunächst in Hessen und danach in weiteren Tarifbezirken abgeschlossen wurden (so in Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg).

    ver.di Baden-Württemberg bewertet den Tarifabschluss als gutes Ergebnis. Verhandlungsführer Bernhard Franke: "Angesichts der pandemiebedingt schwierigen Rahmenbedingungen ist ein für beide Seiten akzeptabler Kompromiss gelungen. Sofern die Teuerungsraten nicht völlig aus dem Ruder laufen, sollte damit Reallohnsicherung gelingen."

    Bernhard Franke bedankt sich bei den Streikenden der letzten Monate: "Ohne ihren Einsatz wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen."

    Kein Einvernehmen besteht zwischen den Tarifparteien in der Frage der von ver.di geforderten Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Tarifvertrags, die von den Arbeitgebern weiterhin abgelehnt wird. ver.di kündigte an, auch ohne Zustimmung der Arbeitgeber einen entsprechenden Antrag an das zuständige Ministerium zu stellen. "Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung als Instrument zur Begrenzung von Schmutzkonkurrenz zu Lasten der Beschäftigten sowie der sozial verantwortlichen Unternehmen ist dringend erforderlich und im öffentlichen Interesse", erklärte Bernhard Franke.

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