Tarifrunde Einzelhandel 2013

    Streiks im Einzelhandel werden fortgesetzt

    Tarifrunde Einzelhandel 2013

    Streiks im Einzelhandel werden fortgesetzt

    Freitag, 22. November 2013

    Gestreikt wird heute in 16 Betrieben:

    Heidelberg: Kaufhof Hauptstraße und Bismarckplatz, Kaufland Pfaffengrund, H&M  Hauptstraße

    Umland: Kaufland Dossenheim, Kaufland Weinheim, Ikea Walldorf, Real Brühl, Real Neu-Edingen

    Mannheim: H&M Mannheim O7 und E1, Ikea Mannheim, Kaufhof Paradeplatz, Kaufhof N7, Real Vogelstang, Kaufland

    Heute werden sich ver.di und die Arbeitgeber zu einem Sondierungsgespräch treffen

    Gewerkschaftssekretär Stephan Weis-Will: „Die Belegschaften im Einzelhandel erwarten nach der heutigen Sondierung einen schnell stattfindenden Verhandlungstermin. Sie werden ohne Tarifverträge weiter  streiken und an Aktionen teilnehmen.“

     

    Hintergrund

    • Das wollen die Arbeitgeber:

      • Die Einzelhändler fordern niedrigere Eingruppierung für Kassiererinnen an Verbrauchermarktkassen, die Einführung eines neuen, niedrigeren Entgeltgruppe für „Hilfstätigkeiten“ wie Warenverräumung und Auffülltätigkeiten. Streichung aller Spät-, Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge für diese „Hilfstätigkeiten“.
      • Die Arbeitgeber fordern eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Beschäftigten und die Streichung des Zuschlages für das“ Zuendebedienen“ nach dem Arbeitszeitende. Ebenso soll die „Kassierzulage „gestrichen werden.
      • Nur wenn die Gewerkschaft bereit sei, diese Verschlechterungen zu akzeptieren, könne der Manteltarifvertrag wieder in Kraft gesetzt werden und ein Tarifvertrag mit mehr Lohn- und Gehalt gemacht werden.

       

      • Bei den Tarifverhandlungen am 24.6.2013 haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot bei Lohn-und Gehalt vorgelegt. Es soll ab 1. Juli 2013 2,5% und ab 1. April 2014 1,5% mehr Lohn und Gehalt geben. ver.di lehnt dies als unzureichend ab.
      • Bei den Tarifverhandlungen am 11.7.2013 kündigten die Arbeitgeber an, ab Juli einseitig die Gehälter und Löhne um 2,5% zu erhöhen. Offensichtlich mit der Absicht, so die massive Streikbewegung einzudämmen. Dies wird nicht gelingen. Die Beschäftigten werden weiter für einen Lohn- und Gehaltstarifvertrag und ihren Manteltarifvertrag und gegen Verschlechterungen kämpfen.
      • Bei den Tarifverhandlungen am 26.09.2013 beharrten die Arbeitgeber auf ihrem Verschlechterungskatalog.
        Das Angebot von ver.di, den Manteltarifvertrag jetzt unverändert in Kraft zu setzen, Lohn und Gehalt schnell zu regeln und 2014 verbindliche Verhandlungen über die Reform der Tarifverträge aufzunehmen, lehnten die Arbeitgeber ab.
      • Die Tarifverhandlungen vom 12.11.2013 wurden ohne Annäherung ergebnislos auf den 22.11.2013 vertagt.
    • ver.di fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel:

      • Die Löhne und Gehälter sollen um 1 Euro pro Stunde steigen.

      • Die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 Euro pro Monat und Ausbildungsjahr erhöht werden.
      • 
Anhebung des tariflichen Mindesteinkommens auf 1.800 Euro im Monat.
      • Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

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