Tarifrunde Einzelhandel 2013

    Streiks werden fortgesetzt

    Tarifrunde Einzelhandel 2013

    Streiks werden fortgesetzt

    Montag, 18. November 2013

    Gestreikt wird heute bei:

    • Kaufland Dossenheim
    • Kaufland Weinheim
    • H&M Mannheim, O7
    • Ikea Mannheim
    • Ikea Walldorf
    • Real Neu-Edingen
    • Real Brühl

    Aus terminlichen Gründen haben sich die Tarifparteien darauf verständigt, den ursprünglich vereinbarten Termin zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen am 22. November abzusagen.

    Um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen und weiter nach Lösungsmöglichkeiten für den seit Mai andauernden Tarifkonflikt zu suchen, wurde jedoch verabredet, zeitnah ein weiteres Sondierungsgespräch zu vereinbaren.

    Hintergrund

    • Das wollen die Arbeitgeber:

      • Bei den Tarifverhandlungen am 24.6.2013 haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot bei Lohn-und Gehalt vorgelegt. Es soll ab 1. Juli 2013 2,5% und ab 1. April 2014 1,5% mehr Lohn und Gehalt geben. ver.di lehnt dies als unzureichend ab.
      • Bei den Tarifverhandlungen am 11.7.2013 kündigten die Arbeitgeber an, ab Juli einseitig die Gehälter und Löhne um 2,5% zu erhöhen. Offensichtlich mit der Absicht, so die massive Streikbewegung einzudämmen. Dies wird nicht gelingen. Die Beschäftigten werden weiter für einen Lohn- und Gehaltstarifvertrag und ihren Manteltarifvertrag und gegen Verschlechterungen kämpfen.
      • Bei den Tarifverhandlungen am 26.09.2013 beharrten die Arbeitgeber auf ihrem Verschlechterungskatalog.
        Das Angebot von ver.di, den Manteltarifvertrag jetzt unverändert in Kraft zu setzen, Lohn und Gehalt schnell zu regeln und 2014 verbindliche Verhandlungen über die Reform der Tarifverträge aufzunehmen, lehnten die Arbeitgeber ab.
      • Die Tarifverhandlungen vom 12.11.2013 wurden ohne Annäherung ergebnislos auf den 22.11.2013 vertagt.
      • Die Einzelhändler fordern niedrigere Eingruppierung für Kassiererinnen an Verbrauchermarktkassen, die Einführung eines neuen, niedrigeren Entgeltgruppe für „Hilfstätigkeiten“ wie Warenverräumung und Auffülltätigkeiten. Streichung aller Spät-, Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge für diese „Hilfstätigkeiten“.
      • Die Arbeitgeber fordern eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Beschäftigten und die Streichung des Zuschlages für das“ Zuendebedienen“ nach dem Arbeitszeitende. Ebenso soll die „Kassierzulage „gestrichen werden.
      • Nur wenn die Gewerkschaft bereit sei, diese Verschlechterungen zu akzeptieren, könne der Manteltarifvertrag wieder in Kraft gesetzt werden und ein Tarifvertrag mit mehr Lohn- und Gehalt gemacht werden.
    • ver.di fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel:

      • Die Löhne und Gehälter sollen um 1 Euro pro Stunde steigen.

      • Die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 Euro pro Monat und Ausbildungsjahr erhöht werden.
      • 
Anhebung des tariflichen Mindesteinkommens auf 1.800 Euro im Monat.
      • Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

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